Stand: 27.11.2015 19:40 Uhr

Brand in Woldegk: Polizei ermittelt Verdächtige

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Wegen Schäden an den Versorgungsleitungen war das Haus zunächst unbewohnbar.

Die Polizei hat nach der Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus in Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) zwei Tatverdächtige ermittelt. Die Klärung des Falls sei am Freitagnachmittag gelungen, teilte die Polizei Neubrandenburg mit. Bei Vernehmungen seien Widersprüche aufgefallen, durch welche schließlich zwei Jugendliche als Verdächtige festgestellt wurden. Das Mädchen und der Junge kommen aus Woldegk, weitere Angaben machte die Polizei nicht.

Polizei schließt politischen Hintergrund aus

Trotz des Ermittlungserfolges seien noch die "tatbegleitenden Umstände" zu klären. Einen politisch motivierten Hintergrund schließt die Polizei aber schon jetzt aus. Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hatte eine Ermittlungsgruppe gebildet, welche zeitweise 22 Beamte umfasste. Allein am Mittwoch seien 120 Zeugenvernehmungen durchgeführt worden.

35 Menschen aus brennendem Haus gerettet

In dem Mehrfamilienhaus hatte es am Montagabend im Keller gebrannt. Der Rauch zog durch das Treppenhaus, sodass die Feuerwehr die 35 Bewohner zum Teil über die Drehleiter retten musste. Zwei Menschen erlitten leichte Rauchvergiftungen. In dem Haus wohnen auch zehn Flüchtlinge aus der Ukraine und Syrien. Einem Brandspezialisten zufolge war an zwei Stellen im Keller Feuer gelegt worden.

Caffier: "Ermittlungserfolg sorgt für friedliches Zusammenleben"

"Dieser Ermittlungserfolg trägt wesentlich zur Beruhigung aller Anwohner bei und sorgt wieder für ein friedliches Zusammenleben in Woldegk", sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und bedankte sich bei der Polizei für die akribische Arbeit. Der Staatsschutz hatte sich zwischenzeitlich in die Ermittlungen eingeschaltet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.11.2015 | 19:00 Uhr