Stand: 31.08.2017 14:03 Uhr

Razzien in MV: Hinweise aus Franco-A.-Verfahren

Die Anti-Terror-Durchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern Anfang der Woche beruhen offenbar auf Hinweisen aus dem Ermittlungsverfahren gegen den terrorverdächtigen Bundeswehroffizier Franco A.. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Dem Bericht zufolge hat ein Bundeswehroffizier der Reserve bei einer Befragung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz Hinweise auf eine Gruppe von Rechtsextremisten in Norddeutschland geliefert.

Gruppe wollte sich für "Bürgerkrieg" rüsten

Diese hatten sich angeblich für einen "Bürgerkrieg" mit Waffen augesrüstet. Die Bundesanwaltschaft wollte diese Information weder bestätigen noch dementieren. Wie die Zeitung weiter berichtet, gelang es dem Bundeskriminalamt in den vergangenen Wochen, die Verdächtigen zu identifizieren. Es soll sich demnach um sechs Personen handeln. Sie sollen in Chatgruppen über Messengerdienste miteinander kommuniziert haben.

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Durchsuchungen in Rostock, Grabow und bei Schwerin

Am Montagmorgen hatten Spezialkräfte des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei Wohnungen und Geschäftsräume von zwei Verdächtigen in Rostock und Grabow sowie von mehreren weiteren Personen durchsucht, die in dem Verfahren als Zeugen geführt werden. Der Bundeswehroffizier Franco A. war Ende April unter Terrorverdacht festgenommen worden. Er soll mit zwei Komplizen ein Attentat auf hochrangige Politiker oder Personen des öffentlichen Lebens geplant haben. Er soll sich eine Pistole beschafft und eine Scheinidentität als syrischer Bürgerkriegsflüchtling zugelegt haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 31.08.2017 | 14:00 Uhr

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