Stand: 13.10.2017 19:40 Uhr

A 20 bei Tribsees bleibt Richtung Stettin offen

Auf der A 20 bei Tribsees können Autofahrer vorerst weiter in Richtung Stettin fahren. Das haben Straßenbauexperten am Freitag entschieden. Der Autobahnabschnitt wird jetzt verstärkt kontrolliert.

Veränderungen noch vertretbar - häufigere Kontrollen

Wie der zuständige Abteilungsleiter vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Ronald Normann, nach einer mehrstündigen Beratung sagte, treten an der Fahrbahndecke zwar Veränderungen auf, diese seien aber noch vertretbar. Das heißt: Noch dürfen Autos drüber fahren, werden die Veränderungen aber größer, kommt es zur Vollsperrung. Die Kontrollen an der Fahrbahn Richtung Stettin wurden außerdem intensiviert. Neben den zwei täglichen Höhenmessungen, prüfen auch dreimal pro Tag die Straßenmeister sowie zwei externe Spezialisten.

Ein Teil der A20 mit deutlich erkennbaren Abgrund, der sich durch die Fahrspur zieht.

A 20: Eine Fahrbahn bleibt vorerst offen

Nordmagazin -

Die Autobahn 20 bei Tribsees bleibt vorerst nur einseitig gesperrt. Die Orte abseits der Autobahn bekommen aber schon jetzt einen Vorgeschmack auf den Albtraum Vollsperrung.

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Treffen zu künftigen Umleitungen

Damit bleibt zunächst alles wie in den vergangenen Tagen: Richtung Rostock, wo die Fahrbahndecke eingebrochen war, wird über Bad Sülze und Sanitz umgeleitet, Richtung Stettin bleibt die Autobahn einspurig befahrbar. Am Montag gibt es ein weiteres Treffen zwischen Landesamt, Verkehrsministerium und den Landkreisen. Dabei geht es in erster Linie um die künftigen Umleitungsstrecken.

Riesiges Loch in der Fahrbahn

Ende September war auf der Fahrspur in Richtung Rostock auf einer Länge von etwa 100 Metern die Autobahn abgesackt. In diesem Abschnitt ist kurz darauf ein Loch von etwa 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und durchschnittlich 2,50 Meter Tiefe entstanden.

Autobahn 20: Wenn die Straße plötzlich versinkt

Spediteure beklagen Folgen für Verkehrsgewerbe

Das Verkehrsgewerbe beklagt inzwischen schlimme Folgen für die Speditionen durch die Teilsperrung der A 20. Für die gesamte Wirtschaft fielen erhebliche Mehrkosten an, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands des Verkehrsgewerbes, Norbert Voigt, am Freitag. Die Spediteure würden diese Mehrkosten, die durch den zusätzlichen Zeitaufwand auch durch Staus auftreten, nicht tragen können. Letztlich werde der Verbraucher etwa beim Einkaufen dafür zur Kasse gebeten.

Absacken der Autobahn Thema im Landtag

Das Wegbrechen der A 20 bei Tribsees beschäftigt in der kommenden Woche auch den Landtag. Die Landesregierung soll die Ursachen erklären und möglichst schnell Lösungen präsentieren, so die Forderung. Die A 20 sei das Standbein für Wirtschaft und Tourismus im Land. Nach dem Herzinfarkt müsse jetzt schnell ein By-Pass gelegt werden, so die verkehrspolitischen Sprecher von CDU und SPD, Dietmar Eifler und Jochen Schulte.

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A 20 versinkt im Moor: Sanierung dauert Jahre

Die "Ostseeautobahn" ist um ein Kapitel seiner unrühmlichen Pannengeschichte reicher: Bei Tribsees ist die Fahrbahn um einen halben Meter abgesackt. Die Sanierung wird wohl Jahre dauern. (29.09.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 13.10.2017 | 15:00 Uhr

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