Stand: 11.11.2016 17:33 Uhr

Vogelgrippe: Alsterschwäne kommen ins Zelt

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Bereits 2014 mussten die Hamburger Alsterschwäne zum Schutz vor der Vogelgrippe in ein Zelt.

Die Hamburger Alsterschwäne müssen angesichts der Vogelgrippe früher ins Winterquartier als geplant. Für Hamburgs Schwanenvater Olaf Nieß ist Eile geboten. Nach dem Erlass der Stallpflicht für Hamburger Geflügel begann Nieß bereits am Donnerstag damit, die rund 120 Alsterschwäne in ihr Winterquartier zu bringen. Ursprünglich war der Umzug zum Eppendorfer Mühlenteich erst für Dienstag angesetzt.

Großes Zelt soll Anfang nächster Woche bezugsfertig sein

Die Tiere sollen bis zur Aufhebung des Aufstallungsgebots in einem 500 Quadratmeter großen Zelt mit integriertem Teich unterkommen. Ein so großes Zelt inklusive Wasserbecken habe man beim Hamburger Schwanenwesen allerdings nicht auf Lager, sagte Nieß. Es müsse bestellt werden. Der Schwanenvater rechnet damit, dass die Anlage zwischen Montag und Mittwoch bezugsfertig ist.

"Kein Stress für die Tiere"

"Für das Einfangen der Schwäne rechnen wir schon drei Tage ein", erklärte Nieß am Freitag. Personelle Unterstützung erhalte sein Team vom Umweltdezernat der Stadt Hamburg. Drei Mal sei ein Schwanenzelt bereits zum Einsatz gekommen. "Die Tiere haben es immer sehr entspannt aufgenommen, von Stress keine Spur", sagte Nieß. Die Tiere seien regelrecht neugierig gewesen. Interessant sei insbesondere die Gruppenbildung in der überdachten Behausung. "Es entsteht ein richtiger Zyklus. Die ersten baden, die zweiten putzen sich und die dritten fressen. Nach einer Weile wird rotiert."

Das Hamburger Schwanenwesen gibt es seit dem 11. Jahrhundert. Die Planstelle des Schwanenvaters existiert seit 1674 und ist damit die älteste Behördenplanstelle der Stadt. Einer Legende zufolge behält Hamburg nur so lang den Status einer freien Hansestadt, wie Schwäne auf der Alster schwimmen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.11.2016 | 17:00 Uhr

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