Stand: 18.02.2016 07:30 Uhr

Rahlstedter Erstaufnahme öffnet im Mai

Bild vergrößern
Am Bargkoppelstieg sollen bis zu 500 Menschen am Tag registriert und verteilt werden. (Themenbild)

Das zentrale Aufnahmezentrum für Flüchtlinge in Hamburg-Rahlstedt geht nach Informationen von NDR 90,3 im Mai in Betrieb. Dort sollen bis zu 500 Menschen am Tag registriert und verteilt werden. Eigentlich sollte die Erstaufnahme bereits Ende Dezember eröffnet werden. Die Verzögerung erklärte Flüchtlingskoordinator Anselm Sprandel vor dem Sozialausschuss unter anderem mit Statikproblemen beim Umbau der Hallen.

70 statt 30 BAMF-Mitarbeiter

Im Bargkoppelstieg werden die Flüchtlinge registriert, ärztlich untersucht, angehört und asylrechtlich behandelt. Dort zieht auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit ein - ursprünglich waren 30 Mitarbeiter geplant, nun sollen es 70 werden. Die Flüchtlinge werden in Kategorien eingeteilt: Diejenigen mit und ohne Bleibeperspektive und diejenigen mit Einzelfallprüfung. Ebenfalls vor Ort sollen Mitarbeiter des Jobcenters für die leistungsrechtliche Bearbeitung von anerkannten Flüchtlingen sein.

Höchstens drei Tage Aufenthalt

Maximal 72 Stunden sollen die Menschen in Rahlstedt bleiben. Danach werden sie auf andere Erstaufnahmestandorte in der Stadt verteilt. Über ein angegliedertes Rückkehrzentrum werde noch nachgedacht, erklärte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Sie räumte ein, dass noch nicht bekannt sei, wie sich der schnellere Ablauf auf die weiteren Systeme der Integration wie das Jobcenter auswirke. Klar sei jedoch, dass auch anerkannte Flüchtlinge zunächst in Erstunterkünften wohnen müssen, da die Folgeunterkünfte belegt seien.

Weitere Informationen

Rahlstedt: Zentrale Erstaufnahme später fertig

Die für Februar vorgesehene Eröffnung des neuen Ankunftszentrums für Flüchtlinge in Hamburg-Rahlstedt verzögert sich bis zum Sommer. Der Umbau der Hallen dauert länger als geplant. (03.02.2016) mehr

Kommentar: Konkrete Vorschläge gefragt

Wie können Zehntausende Flüchtlinge in Hamburg untergebracht werden? In ihrem Kommentar zum Streit um Großunterkünfte vermisst Sabine Rossbach konkrete Alternativen und Kompromissbereitschaft. mehr

Dressel: SPD will Volksentscheid vermeiden

Die Hamburger SPD hofft, einen Volksentscheid über Großunterkünfte für Flüchtlinge umgehen zu können. Fraktionschef Dressel setzt weiterhin auf Gespräche mit den Bürgerinitiativen. mehr

Großunterkünfte: Das sagen die Parteien

Großunterkünfte für Flüchtlinge sorgen für heftige Diskussionen in der Stadt. Welche Alternativen sehen die in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretenen Parteien? Die Antworten der Fraktionen. mehr

Flüchtlinge in Hamburg

Viele Flüchtlinge suchen Schutz in Hamburg. NDR.de sammelt hier Nachrichten, Reportagen und Interviews zum Thema Flüchtlinge in Hamburg. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.02.2016 | 07:30 Uhr