Stand: 02.10.2017 18:00 Uhr

Protest gegen günstige Wohnungen in Winterhude

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So könnten die Neubauten im Stadtteil Winterhude aussehen.

In Hamburg-Winterhude sorgt der geplante Bau von 120 günstigen Wohnungen für Streit zwischen dem Bezirksamt Nord und Anwohnern. Die bereits seit März bekannten Pläne für das Projekt "Dorotheen-Kai" sehen die Bebauung auf Freiflächen einer Hochhaussiedlung in der Dorotheenstraße am Mühlenkampkanal vor. Dagegen gibt es Widerstand: Das Bürgerbegehren "SOS Mühlenkampkanal" von Winterhuder Anwohnern sammelte 3.500 Unterschriften gegen das Vorhaben. Der Bezirk will aber an seinen Plänen festhalten.

Bezirk und Senat sind für den Bau

Das Bezirksamt Hamburg-Nord will nach Informationen von NDR 90,3 noch in dieser Woche prüfen, ob die Unterschriften zu einem Planungsstopp führen können. Bezirkschef Harald Rösler (SPD) sagte im Gespräch mit NDR 90,3, 120 preiswerte Wohnungen in Winterhude seien eine große Chance zu zeigen, dass eine Nachverdichtung von Freiflächen funktioniere. Rösler setzt nach eigener Aussage auf eine Anweisung des Senats, das Bürgerbegehren zu stoppen.

Grün statt Betonwüste

Die protestierenden Anwohner argumentierten, dass die Rasenfläche zwischen den bestehenden Häusern einer Betonwüste weichen würde. Die Initiative Winterhude für alle hingegen möchte, dass auch Normalverdiener sich eine Wohnung in diesem Stadtteil leisten können. Die ortsübliche Miete beträgt 14 Euro pro Quadratmeter, die Miete der neuen Wohnungen soll lediglich 8,75 Euro pro Quadratmeter sein.

Auf einem Straßenschild in Hamburg steht "Dorotheenstraße". © steg Hamburg Fotograf: steg Hamburg

120 günstige Wohnungen in Winterhude gefährdet

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

In der Dorotheenstraße sollen 120 günstige Wohnungen entstehen. Ein Bürgerbegehren soll das zu verhindern. Nun prüft der Bezirk Hamburg-Nord die Argumente.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.10.2017 | 15:00 Uhr

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