Stand: 04.01.2016 17:15 Uhr

Keine Flüchtlinge mehr in Leicht-Zelten

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Viele Flüchtlinge waren nach ihrer Ankunft in Hamburg zunächst in solchen Leicht-Zelten untergekommen.

In Hamburg müssen Flüchtlinge nicht länger in nicht winterfesten Zelten wohnen. Seit dem Jahreswechsel haben die meisten Flüchtlinge ein festes Dach über dem Kopf, heißt es vom Koordinierungsstab für Flüchtlinge auf Nachfrage von NDR 90,3. Bis vor Kurzem hatten noch Hunderte Asylsuchende in sogenannten Leicht-Zelten gelebt. Sie standen auf dem Gelände der Erstaufnahme in der Schnackenburgallee. Die Zelte waren zwar beheizt, allerdings fingen sie bereits an zu schimmeln.

Neues Quartier in Eimsbüttel bezogen

In den vergangenen Tagen sind deshalb rund 500 Flüchtlinge aus Zelten in das neue Container-Dorf in der Vogt-Kölln-Straße beim Niendorfer Gehege gezogen. Die mehr als 270 Container sollten eigentlich schon vor Wochen bezogen werden. Doch es gab Probleme mit dem Brandschutz, die erst jetzt behoben sind. Der Leiter des Zentralen Koordinierungsstabes Flüchtlinge, Anselm Sprandel, dankte dem Deutschen Roten Kreuz Hamburg-Harburg und der Johanniter-Unfall-Hilfe für ihren Einsatz, den Standort in Eimsbüttel kurzfristig zu betreiben. Auch wenn die Zelte in der Schnackenburgallee jetzt leer sind, leben in Hamburg trotzdem noch Flüchtlinge in Zelten. Diese Bundeswehrzelte sind jedoch wesentlich robuster als die Leicht-Zelte, sie gelten als winterfest.

Unterkunft in Billbrook geräumt

Derweil räumten die Behörden eine Flüchtlingsunterkunft in Billbrook. In der Halle in der Bredowstraße hatte es am Sonntagabend Probleme mit der Heizung gegeben, wie Flüchtlingskoordinator Sprandel NDR 90,3 bestätigte. Nach Angaben von Flüchtlingshelfern wurden in einigen Teilen der Halle Minus-Grade gemessen. Die rund 300 Flüchtlinge wurden auf andere Standorte verteilt.

Insgesamt hat sich die Situation etwas entspannt. Auch deshalb, weil in den vergangenen Tagen deutlich weniger Flüchtlinge nach Hamburg gekommen sind als noch vor einem Monat. Aktuell gibt es nach Angaben einer Behördensprecherin mehrere Hundert freie Plätze.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.01.2016 | 06:00 Uhr