Stand: 31.05.2013 02:30 Uhr

Giganten-Taufe mit Feuerwerk und Champagner

Um 20.40 Uhr knallte die Champagnerflasche gegen den Rumpf der "Alexander von Humboldt". Das derzeit größte Containerschiff der Welt ist am Donnerstagabend in Hamburg getauft worden. Taufpatin des Container-Riesen ist Dorothee Stapelfeldt (SPD), Zweite Bürgermeisterin der Hansestadt und Wissenschaftssenatorin. Die feierliche Zeremonie mit Hunderten Gästen fand am Containerterminal Burchardkai gegenüber des Museumshafens Oevelgönne statt. Der Abend endete mit einem Feuerwerk über dem Hamburger Hafen.

Große Taufparty für "Alexander von Humboldt"

Giganten der Meere

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Nach der Champagnerdusche ein Konfettiregen - die "Alexander von Humboldt" hat offiziell ihren Namen erhalten.

Der Containerfrachter der französischen Reederei CMA CGM hatte am Dienstag im Waltershofer Hafen angelegt. Er ist ein Schwesterschiff der "Marco Polo", die im Dezember erstmals in Hamburg festmachte. In der kommenden Woche wird in Marseille noch ein weiteres Schwesterschiff getauft: die "Jules Verne", die Mitte Juni erstmals in Hamburg erwartet wird. Alle drei Schiffe fassen rund 16.000 Container, sind 396 Meter lang und 54 Meter breit. Die stählernen Giganten werden im Pendelverkehr zwischen Ostasien und Europa eingesetzt. Zu ihren routinemäßigen Stopps gehören Hamburg und Bremerhaven.

Bereits in wenigen Wochen werden die "Alexander von Humboldt" und ihre Schwesterschiffe allerdings als Rekordhalter der Weltmeere abgelöst. Die dänische Reederei Maersk erhält Ende Juni den ersten Neubau seiner "Triple E"-Klasse. Die Schiffe dieser Baureihe können 18.000 Container laden und werden 400 Meter lang sein.

Streit um Elbvertiefung kocht hoch

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Jacques R. Saadé, Chef der Reederei CMA CMG, sprach sich in seiner Rede für eine Elbvertiefung aus.

In Hamburg war die Taufe der "Alexander von Humboldt" wegen der Konflikte um die von Umweltschützern vehement bekämpfte Elbvertiefung auch ein Politikum. Die in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossenen Organisationen WWF, NABU und BUND kritisierten das Ereignis als "großes PR-Spektakel" für das umstrittene Großprojekt und sprachen von "schwimmendem Größenwahn". Bei der Feierstunde, zu der auch der Chef der Reederei CMA CGM, Jacques R. Saadé, aus Frankreich angereist war, war die Elbvertiefung dann auch ein Thema. Saadé betonte in seiner Begrüßungsrede, dass er große Hoffnung auf das Projekt setze. Schiffe wie die "Alexander von Humboldt" könnten Hamburg derzeit nur mit deutlich weniger Containern anfahren als möglich.

Die "Alexander von Humboldt" in Hamburg

Bürgermeister Scholz zuversichtlich

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass die Elbvertiefung bald kommen werde. Sie sei wichtig für die Zukunft des Hamburger Hafens.

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Dorothee Stapelfeldt bezeichnete die Taufe als "starkes Zeichen" der Reederei CMA CGM.

Stapelfeldt bezeichnete die Taufe als ganz starkes Zeichen, dass "diese große Reederei Hamburg und der HHLA vertraut und auch auf die Weiterentwicklung des Standortes setzt - mit einem Schiff, das 16.000 Container fasst".

Zuvor hatte sich bereits einer der Kapitäne der "Alexander von Humboldt" für die Vertiefung ausgesprochen. "Die Hamburger Elbe muss dringend vertieft und verbreitert werden. Wir benötigen acht Stunden, um im Hafen anzukommen. Das bringt die Dinge ins Stocken", sagte Zlatko Kapovic.

Bei der Elbvertiefung soll die Fahrrinne ausgebaggert werden, damit auch die größeren Containerschiffe der neueren Generationen den Hamburger Hafen künftig bei Niedrigwasser möglichst voll beladen anlaufen können. Die Maßnahme ist wegen ihrer möglichen ökologischen Auswirkungen aber umstritten. Umweltschützer fordern einen Verzicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.05.2013 | 09:00 Uhr

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