Stand: 19.09.2015 14:06 Uhr

Fest von Polizeischülern wird zum Einsatzort

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Mehrere Peterwagen sind in der Nacht zu Sonnabend ausgerückt, um einen Streit unter Polizeischülern zu schlichten. (Themenfoto)

Bei dieser Feier gehört das Blaulicht nicht zu Lichtorgel: Etwa acht Streifenwagen müssen in der Nacht zu Sonnabend in Hamburg gerufen werden, um einen Streit zu schlichten. Schauplatz: Das Polizeiausbildungszentrum (PAZ) am Braamkamp.

Seit 20 Uhr vergnügen sich etwa 300 Polizeischüler, ihre Angehörigen und Freunde so wie Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Die sogenannten "PAZ"-Feiern sind seit mehr als 20 Jahren fester Bestandteil im kulturellen Leben des Polizeinachwuchses.

Ein Streit sprengt das rauschende Fest

Bis weit nach Mitternacht ist es auch diesmal ein rauschendes Fest - und dann das: Um kurz vor 2 Uhr am Morgen geraten einzelne Partygäste miteinander in Streit. Es kommt zu Handgreiflichkeiten. Kurze Zeit später stehen sich zwei Gruppen von jeweils etwa 15 Leuten gegenüber. Zivilisten sind darunter, aber offenbar auch Nachwuchskräfte der Polizei. Nils Sahling, Landesjugendvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Hamburg (GdP), versucht zu schlichten - doch ohne Erfolg. Am Ende bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Kollegen vom Dienst um Hilfe zu bitten.

"Das ist ziemlich peinlich"

Als die Uniformierten eintreffen, ist der Konflikt schnell beigelegt. Zu diesem Zeitpunkt hat sich der mutmaßliche Hauptaggressor - er ist kein Polizeibeamter - längst aus dem Staub gemacht. Das Ende vom Lied: Zwei Nachwuchsbeamte mit Blessuren und eine bittere Erkenntnis für Veranstalter Nils Sahling: "Das ist ziemlich peinlich. Schließlich haben auch wir Nachwuchskräfte bereits eine Vorbildfunktion", sagt er zu NDR Info.

Die "PAZ"-Feiern werden abwechselnd von der von der "Jungen Gruppe" der GdP und der Nachwuchsorganisation der anderen großen Polizeigewerkschaft, der DpolG, verantwortet.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 19.09.2015 | 14:00 Uhr