Stand: 09.03.2017 06:05 Uhr

"Elbtower" an den Elbbrücken geplant

Nach der Elbphilharmonie im Westen soll die Hamburger Hafencity mit einem bis zu 200 Meter hohen Hochhaus auch an ihrem Ostende ein weithin sichtbares Wahrzeichen erhalten. Das Projekt "Elbtower" werde kommende Woche auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes vorgestellt, teilte der Senat am Mittwoch mit. Wenn dann im kommenden Jahr der private Bauherr feststehe und auch die Hamburgische Bürgerschaft zugestimmt habe, könnte 2020/2021 Baubeginn sein.

Das Konzept des "Elbtowers".

"Elbtower" für die östliche Hafencity

Hamburg Journal -

Die Hamburger Hafencity wird nach Osten erweitert. Als Blickfang soll ein Wolkenkratzer entstehen. Der "Elbtower" soll 200 Meter hoch werden.

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Scholz: "Kunstwerk Hamburg" im 21. Jahrhundert verankern

Die ursprüngliche Idee, an den Elbbrücken einen signifikanten Eingang zur Hamburger Innenstadt zu schaffen, ist bereits mehr als 20 Jahre alt. "Jetzt haben wir die Chance, mit dem Vorhaben 'Elbtower' das 'Kunstwerk Hamburg', wie es der frühere Oberbaudirektor Fritz Schumacher einmal nannte, endgültig im 21. Jahrhundert zu verankern - ohne etwas von der Qualität der Vergangenheit preiszugeben", erklärte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Bürgermeister hat ambitionierte Pläne

Er macht den sogenannten "Elbtower" zu seinem persönlichen Leuchtturmprojekt: "Ich sage auch für mich als Bürgermeister: Ich möchte, dass die Hamburgerinnen und Hamburger, wenn das fertig ist, sagen: Das hat der Olaf Scholz gut gemacht. Das ist mir schon wichtig." Immerhin sei der Turm der einzige Wolkenkratzer, den Hamburg in den nächsten Jahrzehnten baue. Aber nur, wenn alle mitziehen, so Scholz: "Wir wollen das Ganze nur, wenn uns Vorschläge gemacht werden, die jedermann in dieser Stadt überzeugen." Das Hochhaus solle "großartig" werden.

Finanzstarke private Investoren gesucht

Hamburg sucht nun private Investoren für das bis zu eine Milliarde Euro teure Projekt. Die Art der Verträge soll garantieren, dass sich ein Chaos wie bei der Elbphilharmonie nicht wiederholt. "Wir wollen dort keinen Stillstand haben. Wenn jemand nicht mehr weiter kann, dann haben wir alle Rechte, ihn aus dem Verfahren heraus zu bugsieren", sagte Scholz.

Höchster internationaler Standard gefragt

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Der geplante "Elbtower" entsteht an einem "magischen Ort" - so nennt Oberbaudirektor Walter die Elbbrücken.

Das Hochhaus soll nach den Vorstellungen der Stadt "skulptural" sein und ein nachhaltiges Bauvorhaben auf höchstem internationalem Standard werden. Als Nutzungen stellen sich die Planer Büros, Hotelzimmer, Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen - eventuell auch Wohnungen vor. Oberbaudirektor Jörn Walter bezeichnete die Elbbrücken einen "magischen Ort", den es mit einem Hochhaus zu markieren gelte: "Und hier ist es möglich, weil die Altstadtsilhouette mit ihren Kirchtürmen nicht berührt wird und das größte städtebauliche Projekt dieser Generation, die Hafencity, einen spannungsvollen Bogen von der Elbphilharmonie bis zu den Elbbrücken schlägt."

Positive Reaktionen

Die CDU begrüßte das Projekt. Auch wenn Bürgermeister Scholz wieder einmal alten Wein in neuen Schläuchen verkaufe und die Planungen noch sehr vage seien, "unterstütze ich das Projekt an dieser richtigen Stelle in unserem Stadtbild", sagte CDU-Fraktionschef André Trepoll. Der "Elbtower" als Eingangstor zur Stadt habe das Potenzial, jedem Besucher Hamburgs klar zu machen: "Hier geht's nach oben!" Deutlich zurückhaltender zeigte sich Scholz' Koalitionspartner. Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks sprach von einer "grundsätzlich interessanten" Idee. Es komme aber auf die Umsetzung an. "Für uns ist klar: Dieses Hochhaus wird es nur geben, wenn ein konkreter Entwurf die Menschen in Hamburg überzeugt." Denn die Entscheidung über den Bauherren und den Architektur-Entwurf soll die Hamburgische Bürgerschaft fällen.

Weitere Informationen

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Die Hansestadt kehrt zurück an die Elbe: Mit dem Bau der Hafencity entsteht zwischen Grasbrook und Elbbrücken ein neuer Stadtteil mit hochmodernen Gebäuden. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.03.2017 | 06:00 Uhr

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