Stand: 18.02.2017 07:12 Uhr

Ein Stück Hamburg fliegt zur ISS

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An Bord der internationale Raumstation ISS sollen die Eiweißkristalle untersucht werden.

Wenn an diesem Wochenende eine unbemannte Transportrakete vom Kennedy Space Center in Florida zur Internationalen Raumstation ISS geschickt wird, dann ist wissenschaftliche Fracht der Hamburger Universität mit an Bord: Forscher des Fachbereichs Chemie lassen auf der Raumstation ein Experiment durchführen. Die Hamburger Wissenschaftler hatten den Versuch bereits 2013 bei der NASA beantragt und nach mehreren Auswahlverfahren den Zuschlag bekommen, wie NDR 90,3 berichtete.

Start verschoben

Der Start der Transportrakete war eigentlich für Sonnabend geplant, wurde aber kurzfristig auf Sonntag verlegt. Bereits ein paar Mal zuvor musste der Start der Transportrakete schon verschoben werden.

Experimente in der Schwerelosigkeit

Die Hamburger Forscher wollen die Herstellung von kleinsten Proteinkristallen optimieren. Das gelingt am besten unter Bedingungen der Schwerelosigkeit. Denn im All wachsen die mitgeschickten Proben schneller und qualitativ hochwertiger als unter normalen Laborbedingungen.

Liveschaltung ins Hamburger Labor

Für die Experimente steht auf der ISS ein spezielles Mikroskop zur Verfügung. Die Daten werden per Videoschaltung direkt auf die Computer im Labor der Wissenschaftler im Institut für Biochemie und Molekularbiologie übertragen. Nach der Rückkehr zur Erde sollen die Kristalle am Forschungszentrum DESY weiter analysiert werden.

Von den Experimenten im All erhoffen sich die Forscher unter anderem neue Erkenntnisse über die Entstehung von Krankheiten. Die Informationen könnten auch die Herstellung von Eiweißen am European XFEL wesentlich voranbringen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.02.2017 | 09:00 Uhr

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