Stand: 01.03.2016 18:56 Uhr

14-Jährige in Harburg vergewaltigt

Eine 14-Jährige ist offenbar im Hamburger Stadtteil Harburg von vier jungen Männern erst unter Alkohol gesetzt und danach in einer Wohnung an der Bornemannstraße vergewaltigt worden. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" filmte eine 15-jährige Bekannte der Jugendlichen die Tat, die sich bereits am 11. Februar ereignete, mit dem Handy.

Eine Straße in Harbug.

Versuchter Mord in Harburg

Hamburg Journal -

Mehrere Jugendliche sollen eine 14-Jährige in Harburg sexuell missbraucht und dann draußen abgelegt haben. Es wird nach einem 16- und einem 21-Jährigen gefahndet.

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Mädchen leicht bekleidet in Hinterhof geworfen

Anschließend sollen die mutmaßlichen Täter im Alter zwischen 14 und 21 Jahren das betrunkene und nur leicht bekleidete Mädchen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in einen Hinterhof geworfen haben. Die Unterkühlungen des Opfers sollen lebensbedrohlich gewesen sein. Die Jugendliche soll keine Erinnerung an den Missbrauch haben. Die 14-Jährige sei wohl kurz aufgewacht und habe um Hilfe gerufen, sagte Nana Frombach von der Staatsanwaltschaft Hamburg am Dienstag.

Zwei Täter auf der Flucht

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht nur wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs Widerstandsunfähiger, sondern auch wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes. Oberstaatsanwältin Frombach bestätigte NDR 90,3, dass gegen fünf Personen Haftbefehl erlassen wurde. Drei Verdächtige - ein 16-Jähriger, ein 14-Jähriger und die 15-Jährige - sitzen in Untersuchungshaft. Nach zwei jungen Männern im Alter von 16 und 21 Jahren wird gefahndet. Beide Gesuchten sind im Raum Harburg gemeldet. Das Handy, mit dem gefilmt wurde, wurde sichergestellt und soll die Tat dokumentieren.

"Keine Rund-um-die-Uhr-Bewachung"

Das Mädchen stand unter der Obhut des Jugendamtes Wandsbek und war in einer Jugendwohnung untergebracht, wie das Bezirksamt Wandsbek bestätigte. Hier betreue 24 Stunden am Tag qualifiziertes Personal die Jugendlichen. Die Begleitung der Jugendlichen werde je nach Fall individuell festgelegt, sagte die Bezirksamtssprecherin Lena Voß. "Es kann aber keine Rund-um-die-Uhr-Bewachung geben." Die Einrichtung wird von einem freien Träger im Auftrag des Jugendamtes Wandsbek betrieben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.03.2016 | 14:00 Uhr