Stand: 17.09.2014 20:23 Uhr

Umstritten: China-Politik der Deutschen Welle

Die Deutsche Welle ist der durch Steuern finanzierte Auslandssender der Bundesrepublik Deutschland. In der Selbstdarstellung des Senders heißt es, der Auftrag sei "ein umfassendes Deutschlandbild zu vermitteln. In journalistischer Unabhängigkeit stellt sie Ereignisse und Entwicklungen dar und greift deutsche und andere Sichtweisen auf. So fördert sie das Verständnis zwischen den Kulturen und Völkern". Doch es häuft sich Kritik - und die dreht sich vor allem um die China-Redaktion und die China-Politik der Deutschen Welle.

Ein umstrittener Kommentar auf der Internetseite des Senders zum Jahrestag des Tiananmen-Massakers brachte chinesische Regimekritiker gegen die Deutsche Welle auf. Aber auch eigene Mitarbeiter: Die Journalistin Su Yutong, die für die Deutsche Welle bloggte, kritisierte in der Öffentlichkeit den umstrittenen Kommentar, aber auch ihren Sender. Im August dieses Jahres wurde sie entlassen.

Wohin steuert der Sender?

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Wo bleibt die Unabhängigkeit?

Blogbeitrag der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Redakteursausschüsse zur Deutschen Welle. extern

Nun verkündet die Deutsche Welle, dass sie mit dem chinesischen Staatssender CCTV kooperieren wird. Einem Sender, der in journalistischer Abhängigkeit zu Chinas Regierung steht. Wie verträgt sich das mit dem Verständnis von journalistischer Unabhängigkeit der Deutschen Welle? Was sagt der Sender zur Kritik an seiner China-Politik und wie will der Intendant Peter Limbourg die Deutsche Welle in Zukunft aufstellen?

Dieses Thema im Programm:

ZAPP | 17.09.2014 | 23:20 Uhr