Sendedatum: 11.09.2013 23:20 Uhr

Ruptly - die russische TV-Agentur in Berlin

Kurz vor dem 22. September interessiert sich die russische TV-Nachrichtenagentur Ruptly-TV auch für die Wahlen zum deutschen Bundestag. Seit anderthalb Jahren arbeitet Ruptly, eine Tochter des offiziösen russischen Informationskanals Russia Today (RT), mitten in Berlin. 25 Büros auf der ganzen Welt liefern zu. Die Kunden sind nach Ruptly-Angaben Fernsehsender und Online-Dienste weltweit.

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Ruptly - die russische Videonachrichtenagentur in Berlin

ZAPP - 11.09.2013 23:20 Uhr Autor/in: Mascha Rodé

Die russische TV-Nachrichtenagentur Ruptly will eine Lücke im Informationsangebot über Russland und die Welt füllen. Dabei vermittelt sie vor allem die offizielle Sicht

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Ruptly bietet zwar teilweise auch Videomaterial zu Themen an, die für Russlands Präsidenten Wladimir Putin unbequem sind. Doch Beiträge durch die russische Brille überwiegen. Auch im Syrien-Konflikt berichtet Ruptly im Sinne des Kreml. Die meisten Beiträge zeigen die Kämpfer der Assad-Armee, während die Zivilbevölkerung kaum und die Opposition gar nicht vorkommt.

Finanzierung aus der Staatskasse

Die Macher - ein international bunt gemischtes Team junger Journalisten - sehen Ruptly als Bereicherung für den Markt der TV-Nachrichtenagenturen. Auch Chefredakteur Ivan Rodionov sieht in der Finanzierung seiner Agentur aus der Staatskasse kein Problem. Im ZAPP Interview sagt der Journalist, der das Berliner RT-Büro leitete, Ruptly sei wie alle anderen Nachrichtenagenturen lediglich daran interessiert, geschäftlich erfolgreich zu werden.

Kritiker vermuten softe Propaganda

Für Kritiker ist Ruptly dagegen ein weiterer Bestandteil der "soften" Propagandamaschine des Kreml. Denn durch ihre Berichte aus Berlin und über die Bundesrepublik beeinflusst Ruptly auch das Bild von Deutschland in aller Welt.

Dieses Thema im Programm:

ZAPP | 11.09.2013 | 23:20 Uhr