Stand: 11.11.2015 19:00 Uhr

Pegida und Co. bedrohen Journalisten

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Oft herrscht bei Demos von Pegida oder der AfD eine aufgeheizte Stimmung, wie hier in Rostock. Dabei werden auch Journalisten bedroht.

Auf der Straße werden sie gerempelt, verspottet, behindert. In den Redaktionen sammeln sich Mails und Kommentare mit Beschimpfungen, bis hin zu ganz persönlichen Bedrohungen. Journalisten, die im Umfeld von Pegida, AfD und Flüchtlingen arbeiten, werden zunehmend zur Zielscheibe von Gewalt, physisch und verbal.

Demonstranten skandieren "Lügenpresse" in die Kamera.

Pegida-Demos: Journalisten geraten ins Visier

ZAPP -

Bedrohungen und tätliche Übergriffe auf Journalisten häufen sich. Viele gehen nur noch mit einem mulmigen Gefühl zu Demos von Pegida & Co. Doch klein beigeben will keiner.

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Der Deutsche Journalisten-Verband spricht inzwischen von einer "neuen Stufe auf der Eskalationsleiter der Journalistenfeinde". "Reporter ohne Grenzen" sieht eine "außergewöhnliche Steigerung" von Übergriffen auf Journalisten. Alleine in den vergangenen Wochen wurden ein Mitarbeiter des Berliner "Tagesspiegel" vor seiner Wohnung von hinten niedergeschlagen, ein Reporter der "Deutschen Welle" bei einer Pegida-Demonstration geschlagen, Journalisten getreten und bepöbelt. Und inzwischen gehen viele nur noch mit mulmigem Gefühl und einige gar nur noch mit anderen gemeinsam los, um über Demonstrationen oder Aufmärsche zu berichten.

Doch trotz der Einschüchterungsversuche will sich keiner von seiner Arbeit abhalten lassen. "Wir müssen weiter berichten", so das Credo der Journalisten. ZAPP hat mit einigen Kollegen gesprochen.

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Dieses Thema im Programm:

ZAPP | 11.11.2015 | 23:40 Uhr