Stand: 20.09.2017 21:00 Uhr

Fußballgucken als Herausforderung für Fans

Bild vergrößern
Entertainment-Produkt Fußball - alles wird mitgefilmt. Selbst die Bierdusche.

Alle Spiele, alle Tore bei einem Sender live sehen - das gibt's nicht mehr. Die Rechte zur Übertragung der Bundesliga sind seit dieser Saison weiter zerstückelt worden, ebenso der Spieltag. Freitag, Samstag, Sonntag, Montag - Fans bekommen an vier Tagen eine Dosis Fußball verabreicht, allerdings über unterschiedliche Wege von unterschiedlichen Anbietern. Das sorgte bereits für viel Spott und Ärger im Netz. Vor allem, weil der neue Player Eurosport an den ersten Spieltagen Probleme mit seiner Streaming-Technik hatte, bei vielen Fans der Bildschirm schwarz blieb oder das Spiel ruckelte.

Screenshot aus dem ZAPP-Beitrag zum Thema Fußballgucken. Zu sehen ist ein Tweet, in dem sich ein Nutzer über die schlechte Bildqualität beim Internetstreaming beschwert.

Fußballgucken als Herausforderung für Fans

ZAPP -

Alle Spiele, alle Tore live bei einem Sender - das gibt's nicht mehr. Die Rechte zur Übertragung der Bundesliga sind zerstückelt worden, was Fans vor neue Herausforderungen stellt.

4,14 bei 7 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Neue Vielfalt geht ins Geld

Inzwischen sollen die Probleme behoben sein, der Eurosport-Player zuverlässig laufen, so das Unternehmen. Zumindest bei denen, die einen guten Internetanschluss haben, denn der ist Voraussetzung für den Empfang. Wer alle Spiele live sehen möchte, braucht nun nicht mehr allein ein TV-Gerät samt Sky-Abo, sondern auch das Eurosport-Abo zusätzlich - zudem ein Smart-TV mit Internetempfang oder den Amazon TV Stick, um die Eurosport-App darüber laufen zu lassen. Alternative geht's auch über den Chromecast-Stick von Google. Oder man bezieht Eurosport via Satellit über HD+, was nicht jeder Kunde hat. Ziemlich viele Hürden, die zudem ins Geld gehen. Die Schuld daran trägt allerdings nicht allein die DFL.

Moderatorin

extra 3 Extra - sport extra: Transfer-Wahnsinn im Fußball

extra 3 -

Extra3 über den Transfer-Wahnsinn um Neymar und Co. sowie die Zerstückelung der Bundesliga-Spieltags mit dem einhergehenden Übertragungschaos.

"No Single Buyer"-Rule ein Grund für Anbietervielfalt

Die Aufsplitterung des Spieltags auf mehrere Anbieter ist zwar auch im Sinne der DFL, da sich so mehrere Interessenten beim Poker um die Übertragungspakete fürs TV und Internet hochbieten, so die Einnahmen maximiert werden können. Allerdings hat das Bundeskartellamt dafür mit seiner "No Single Buyer Rule" den Weg bereitet. Sie sorgt dafür, dass das Rechtepaket nicht von einem Anbieter allein gekauft werden kann, um eine Monopolstellung zu verhindern. Mehr Wettbewerb mag in der Theorie zu niedrigeren Preisen und besserer Qualität führen. Defacto hat sie jedoch in diesem Fall dazu geführt, dass die Fans draufzahlen - sie müssen mehr Geld investieren und sich im technischen und inhaltlichen Übertragungsdschungel zurechtfinden. Wenn das mal kein Eigentor war.

Weitere Informationen
mit Video

Verschlossene Vereine: Fußball ohne Journalisten

22.03.2017 23:20 Uhr

Der FC Bayern startet als erster Verein einen linearen TV-Sender. Der TSV 1860 München schottet sich ab. Beide Vereine wollen ihr öffentliches Bild selbst bestimmen. mehr

mit Video

Champions League nur noch im Pay-TV

12.04.2017 23:20 Uhr

Bisher lief die UEFA Champions League bei Sky oder im ZDF. Doch bei der neuen Rechtevergabe ging das ZDF leer aus. Sky und der neue Anbieter DAZN haben den Zuschlag bekommen. mehr

"Milliardenspiel": TV-Vergabe der Bundesliga

01.06.2016 23:20 Uhr

Zwischen 1,1 und 1,5 Milliarden Euro sollen die Fernseh- und Online-Rechte für die Übertragung der Bundesliga bei der nächsten Rechte-Auktion kosten. Ob das gelingt? mehr

 

Dieses Thema im Programm:

ZAPP | 20.09.2017 | 23:20 Uhr