Weltbilder

Dienstag, 13. Juni 2017, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 15. Juni 2017, 01:45 bis 02:15 Uhr

Julia-Niharika Sen im Studio

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China: Pekings Party-Szene fährt aufs Land

Party im Großstadt-Club ist ihnen zu öde, sie sind auf der Suche nach etwas Besonderem, raus aus der Stadt ist die Lösung: Im Reisebus lassen sich Pekings Party-People aufs Land karren, 100 Kilometer weit bis zu den Ausläufern der Tianmo-Wüste. DJ’s, Raver und Feierwütige tummeln sich bis zum Morgengrauen vor einer sehr speziellen Kulisse: Hier steht die Große Mauer, zumindest scheint es so, denn die Mauerteile und alten Wachtürme sind allesamt unecht. Die Party steigt inmitten einer Filmkulisse, die schon für Hunderte TV- und Kinoproduktionen genutzt wurde. Hippe Großstädter treffen auf Dorfbewohner und lassen sich die Feierlaune auch im Regen nicht verleiden.
Autorin: Sascha Storfner

Griechenland: Santorini und die Chinesen

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05:16 min

Thailand: Chinesische Touristen verärgern Einheimische

21.02.2017 23:30 Uhr

Hotelbetreiber beschweren sich über das ungehobelte Auftreten chinesischer Touristen. China hat bereits einen Verhaltenskodex für die eigenen Landsleute herausgegeben. Video (05:16 min)

Zehntausende Europäer machen Urlaub auf der Vulkaninsel in der Ägäis: Santorini ist mit seinen weißen Häusern am Krater das Postkarten-Motiv schlechthin. Bislang kamen vor allem Europäer und Amerikaner, nun gibt es Verstärkung aus Fernost: 150.000 Touristen aus China waren es allein im vergangen Jahr. Drei Tage bleiben sie normalerweise: Gucken, Fotografieren, Staunen, und gerne auch Heiraten. Der Zulauf macht sich mittlerweile bemerkbar. Überall auf der Insel gibt es jetzt China-Restaurants und Asia Food, auch hier ist die Tendenz steigend. Toll, finden die chinesischen Touristen. Hoteliers und Gastronomen wie Manolis Karamolegos sind in der Zwickmühle. Dank chinesischer Touristen laufe das Geschäft auf der Insel auch in den schwachen Wintermonaten gut, sagt er. Gleichzeitig sehe er, dass sich die Insel durch die chinesischen Touristen verändere.
Autor: Christian Limpert

Mexiko: Journalisten in Lebensgefahr

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05:34 min

Mexiko: Die weiße Villa von Präsident Peña Nieto

17.08.2016 23:20 Uhr
ZAPP

Ein Journalistenteam deckt einen Interessenkonflikt um den mexikanischen Präsidenten auf. Einige Monate später werden sie entlassen und einer beliebte Radio-Moderatorin wird gekündigt. Video (05:34 min)

Rafael Pineda ist Karikaturist in Mexiko. Durch seine Arbeit begibt er sich in Lebensgefahr, einige Morddrohungen hat er schon erhalten. Mit seinen Cartoons provoziert er die Mächtigen und die Drogenbosse. "Es gibt keine guten Bedingungen für die Meinungsfreiheit in unserem Land. Wir werden angegriffen, gefoltert, entführt und getötet", sagt er und lässt sich trotzdem nicht einschüchtern. In keinem anderen Land der Welt, das kein Kriegsgebiet ist, sterben so viele Journalisten wie in Mexiko, allein in diesem Jahr waren es sieben. Die Ermordung des investigativen Journalisten Javier Valdez im Bundesstaat Sinaloa hat einen Aufschrei verursacht. Der Journalist recherchierte über die Verbindung von Politik und Drogenkartellen. So wie die Journalistin Miroslava Breach – auch sie auf offener Straße erschossen. Die Hilfsorganisation für Journalisten, Articulo 19, klagt an: 97 Prozent aller Morde bleiben ungeklärt. Wer Journalisten töte, töte die Demokratie, die Mündigkeit und Freiheit der Gesellschaft.
Autorin: Xenia Böttcher

Polen: Anfeindungen gegen Homosexuelle

Die Hochzeitsanzüge haben Jakub und Dawid schon gekauft. Seit sieben Jahren sind sie zusammen, jetzt wird geheiratet. Allerdings nicht in Polen, sondern auf der portugiesischen Insel Madeira. Denn in Polen gibt es für schwule oder lesbische Paare keine Chance zur Vermählung - auch eine eingetragene Partnerschaft wie in Deutschland, gibt es dort nicht. Auf einer großen Parade marschiert das Paar nun mit rund 30.000 anderen Lesben, Schwulen, Transsexuellen durch Polens Hauptstadt Warschau. Gerade jetzt ist ihnen das "Flagge zeigen" besonders wichtig, denn seit dem Regierungswechsel haben die Anfeindungen gegen Homosexuelle rapide zugenommen. Im katholisch geprägten Land fühlen sie sich von Staat und Kirche gleichermaßen allein gelassen. Jakub und Dawid zeigen sich erst seit einem Jahr als Liebespaar, sie haben einen Musikclip veröffentlicht und dokumentieren nun ihren schwierigen Weg.
Autorin: Griet von Petersdorff

Russland: Orthodoxe Einpeitscher

Putins orthodoxer Einpeitscher Konstantin Duschenow bringt Gläubige auf Linie: Der 57-Jährige ist Chef der kreml- und kirchennahen privaten Nachrichtenseite "Rus Prawoslawnaija", auf Deutsch "Reich des rechten Glaubens". Dort hetzt er lautstark gegen Europa und den Westen: "Eure Ratschläge, idiotischen europäischen Werten, eure Menschenrechte - alles Quatsch und Unsinn." Im März 2018 wird in Russland gewählt. Höchstwahrscheinlich wird sich Präsident Putin im Amt bestätigen lassen. Der Kreml strebt angeblich einen klaren Sieg an - 70 Prozent. Deswegen wird die Propagandamaschine noch einmal ausgebaut. Orthodoxe Hetzer schimpfen auf den Westen und lobpreisen den Kremlchef. Der ehemalige Marinesoldat Duschenow analysiert das internationale militärische Kräfteverhältnis - aggressiv und anti-westlich. Duschenow liegt mit seinem Nationalismus auch ganz auf einer Linie mit vielen orthodoxen Geistlichen. Und offenbar trifft er den Geschmack vieler wichtiger Entscheidungsträger, kirchlich und säkular.
Autor: Christoph Wanner

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