Unsere Geschichte - Hausbesuch

Das Wasserviertel in Lüneburg

Mittwoch, 15. März 2017, 21:00 bis 21:45 Uhr

Das Format "Unsere Geschichte - Hausbesuch" erzählt die Geschichte bedeutender Dörfer, Straßen und Stadtviertel und taucht in den Alltag der heutigen Bewohner ein, in opulenten Bildern und mit völlig neuen Perspektiven. Eine ferngesteuerte Kameradrohne liefert spektakuläre Aufnahmen der alten Gebäude. Lange zurückliegende Ereignisse werden in aufwändigen Graphic-Novel-Elementen wieder lebendig.

Eigenheime mit Geschichte

Bild vergrößern
Bärbel und Gerd Krentzien bewohnen ein über 400 Jahre altes Fachwerkhaus im Lüneburger Wasserviertel.

Diese Folge führt ins Lüneburger Wasserviertel. Früher lebten hier Flussschiffer, Kaufleute und Handwerker. Fast alle verdienten ihr Geld mit Salz, dem "weißen Gold". Heute wohnen in den alten Gebäuden vor allem Menschen, die sich mit viel Mühe und Enthusiasmus ihren Traum vom "Eigenheim mit Geschichte" erfüllen.

Instandsetzung kostet viel Geld und Zeit

Darunter ist das Ehepaar Krentzien: Familie und Freunde erklärten die beiden für verrückt, als sie ein altes Handwerkerhaus aus dem 16. Jahrhundert kauften. Es war eine komplette Ruine. Mit Sachverstand und Liebe zum Detail haben sie nach vielen Jahren daraus ein kleines Schmuckstück geschaffen.

Bild vergrößern
Das alte Brauhaus der Familie Luhmann in Lüneburg.

Dieter Luhmann steckt mitten in der Renovierung. Das alte Haus in der Lüner Straße hat er von seinem Vater geerbt. Die Bierbrauerei Luhmann war früher eine von fast 100 Brauereien in Lüneburg. Im Erdgeschoss gibt es eine Kneipe, die oberen Stockwerke sind leer. Dieter Luhmann würde gerne zumindest die alte Giebelfront restaurieren und das für die Häuser typische Transportrad instand setzen lassen. Doch das ist ein teures Unterfangen.

Sozialen Wohnungsbau gab es schon im Mittelalter

Bild vergrößern
Horst Röper wohnt seit 20 Jahren im Rote-Hahn-Stift.

Ein Beispiel für sozialen Wohnungsbau im 15. Jahrhundert ist der Rote-Hahn-Stift. Bis heute wohnen hier bedürftige Lüneburger in einem für Norddeutschland einmaligen Gebäudeensemble. Es wurde seinerzeit gestiftet vom Ratsherrn Hinrik Erpensen. Wohltätigkeit gehörte damals zum guten Ton. Außerdem schlossen die Bewohner den Stifter in ihr Nachtgebet ein. Deshalb wurden die kleinen Wohnungen im Volksmund auch "Gottesbuden" genannt.

Noch ganz am Anfang steht Rainer Garve. Auch er hat im Wasserviertel ein Haus gekauft, direkt neben seinem Bruder. Doch an Einzug ist noch nicht zu denken. Gerade wird der Keller freigelegt. Hier hofft er Indizien zu finden, wie alt sein Haus wirklich ist. Und vielleicht ja auch darüber, wer vor ihm hier gewohnt hat.

Weitere Informationen
mit Video

Lüneburg: Salz, Stint und Studenten

Prächtige historische Giebelhäuser sorgen in der Hansestadt Lüneburg für mittelalterliches Flair. Auch Salz, einst Quelle des Wohlstands, spielt noch eine Rolle - im Deutschen Salzmuseum. mehr

Quiz

Quiz: Kennen Sie Lüneburg?

Schöne Giebelhäuser, zahlreiche Kneipen, eine pulsierende Universität: Lüneburg begeistert Gäste und Einheimische. Wie gut kennen Sie die Stadt? Testen Sie es im Quiz! Quiz

Autor/in
Heike Nikolaus
Redaktion
Marc Brasse
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke