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Ramis Flucht durch Europa

Rami ist geflohen. 4.000 Kilometer über Land und Wasser. Weg aus dem Bürgerkrieg in Syrien. Über acht Grenzen nach Deutschland. Geschleust, verfolgt, verhaftet, bedroht. Seelisch und körperlich am Limit.  Das ist seine Geschichte.

(Die Multimedia-Doku ist für Desktop-Nutzung und Vollbild-Modus optimiert.)

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Ramis Route

Heute ist er in einem Asylbewerberheim in Dänemark, wo er sich mit sieben anderen ein Zimmer teilt. Sein Körper ist in Sicherheit, doch seine Seele ist noch immer auf der Flucht.

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Ramis Route

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Ramis Route

Ramis Route

Ramis Flucht beginnt in Damaskus. Als er in Assads Armee kämpfen soll, beschließt er, das Land zu verlassen. In fünf endlos langen Monaten gelangt er über die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien, Ungarn, Österreich und Deutschland schließlich nach Dänemark.

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In der Hand der Schleuser

In der Hand der Schleuser

Keine Grenze kann Rami auf normalem Weg passieren. Ein paar Tipps von anderen Flüchtlingen, ein paar Telefonate reichen und er hat Kontakt zu Schleusern. Sie besorgen falsche Papiere, stellen Unterkünfte und kümmern sich um Transportmittel. Immer wieder muss Rami Hunderte oder Tausende Euros oder Dollars bezahlen. Jedes Mal ist der Ausgang ungewiss.

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In der Hand der Schleuser

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In der Hand der Schleuser

Im türkischen Mersin boomt das Geschäft mit der Unterbringung und der Schleusung Tausender Flüchtlinge. Die Schleuser operieren weitestgehend unbehelligt. Dass Schmiergelder fließen, gilt als offenes Geheimnis. Einer von Ramis Schleusern ist bereit, verdeckt zu sprechen.

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Im Angesicht des Todes

Im Angesicht des Todes

Der Wasserweg ist besonders heikel: Unzureichende Schlauchboote, überfüllte Schiffe, schlechtes Wetter, fehlendes Trinkwasser und zu wenig Nahrung enden häufig tödlich. Als Rami mithilfe eines Schleusers vom türkischen Izmir aus auf eine griechische Insel übersetzen will, kommt es zur Katastrophe.

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Im Angesicht des Todes

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Im Angesicht des Todes

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In Europa unerwünscht

In Europa unerwünscht

Rami wird von der türkischen Küstenwache gerettet und schafft es schließlich doch noch nach Griechenland. Auf der griechischen Insel Lesbos landet er das erste Mal in einem Auffanglager, das einem Gefängnis gleicht. Die Angst vor Polizei und Gefängnis bleibt ein ständiger Begleiter. Und die Behörden lassen nichts unversucht, um Ramis Flucht zu verhindern. Rami fährt von Lesbos nach Athen. Von hier will er nach Deutschland. Die Züge werden jedoch kontrolliert. Einen Mietwagen bekommt er nicht. Rami braucht den nächsten Schleuser. Angeblich soll es ganz einfach per Flugzeug weitergehen.

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In Europa unerwünscht

Der Schleuser besorgt Rami falsche Papiere und ein Flugticket. Das Einchecken klappt, kurz danach sitzt er am Gate. Doch kurz vor dem Boarding scheitert er an einer Beamtin der deutschen Bundespolizei, die am Athener Flughafen nach illegal Reisenden Ausschau hält. Rami wird abgeführt, verhört und ist kurz darauf wieder frei. Insgesamt versucht er es sieben Mal - doch jedes Mal wird er wieder rausgefischt.

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In Europa unerwünscht

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Die "Blackroad" über den Balkan

Die "Blackroad" über den Balkan

Schließlich muss Rami die Weiterreise per Flugzeug aufgeben. Wie die meisten Flüchtlinge entschließt er sich schließlich, über die gefährliche Westbalkan-Route nach Nordeuropa zu kommen. Der Großteil der Strecke muss zu Fuß zurückgelegt werden, unterwegs drohen bewaffnete Banden, die die Flüchtlinge ausrauben. Die Flüchtlinge nennen den Fußweg über den Balkan daher die "Blackroad" - die Route des Todes. Sie verstecken sich in Wäldern, fliehen vor den Hunden der Polizei und müssen hinter den Grenzen auf die Fahrer der Schleuser warten.

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Die "Blackroad" über den Balkan

Von Griechenland geht es über Mazedonien nach Serbien - abseits der normalen Straßen. Schleuser bringen die Flüchtlinge abends in Verstecke. Drei Mal wird Rami auf dem Weg verhaftet, bevor er schließlich Ungarn erreicht.

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Die "Blackroad" über den Balkan

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Per Anhalter nach Deutschland

Per Anhalter nach Deutschland

Über Ungarn und Österreich erreichen die meisten Flüchtlinge schließlich Nordwesteuropa. Rami überquert die Grenze nach Deutschland in einem privaten Pkw. Er gibt sich als ägyptischer Tourist aus und bucht auf der Internetplattform mitfahrgelegenheit.de eine Fahrt von Wien nach München. Die Kastenwagen der Schleuser sind für die Grenzüberfahrt zu auffällig.

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Per Anhalter nach Deutschland

Kurz vor Mitternacht ist Rami in München. Mit dem Zug fährt er nach Hamburg. Eigentlich wollte er hier Asyl beantragen, doch als seine Schwester aus Dänemark sich bei ihm meldet, ändert er seinen Plan. Er will sie besuchen.

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Die letzte Hürde

Die letzte Hürde

In Dänemark gerät er in eine Polizeikontrolle. Ihm bleibt nur die Möglichkeit hier Asyl zu beantragen. Da er in keinem anderen europäischen Land - außer in Griechenland - registriert wurde, stehen die Chancen auf eine positive Entscheidung gut. Am 3. August 2015 erhält Rami in Dänemark Asyl.

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Die letzte Hürde

Credits

Ramis Flucht durch Europa

Eine Multimedia-Dokumentation über die Flucht eines Syrers vor dem Krieg

Credits

Autoren/Redaktion:
Jochen Becker
Robert Bongen
Philipp Goewe
Alena Jabarine
Jasmin Klofta
Moira Lenz
Sven Lohmann
Felix Meschede
Yvonne Olberding
Andrej Reisin
Nino Seidel

Kamera:
Felix Meschede
Nino Seidel
Karaman Yavuz

Schnitt:
Ulrike Jochmann
Sarah Steffen
Andreas Wilken-Keeve

Illustration:
Omar Ayobi

Grafik:
René Schaar
Andreas Werner

Weitere Informationen

Weitere Informationen

 

Ramis Flucht - FAQ

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"Das war ein Drahtseilakt"

Panorama 3 Reporter Nino Seidel traf in der türkischen Stadt Mersin Syrer, die auf ihre Flucht nach Europa warten. Einen der Flüchtlinge hat er auf seinem Weg begleitet. mehr

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Protokoll einer Flucht - Teil III

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Rami muss aus Athen nach Thessaloniki fliehen und nimmt von dort den Landweg, die sogenannte "Black Route" durch den Balkan. Video (08:38 min)

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Protokoll einer Flucht - Teil IV

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Rami versucht über Waldwege nach Ungarn zu gelangen und weiter nach Deutschland. Doch "der Wind weht nicht immer nach dem Wunsch des Seglers", so ein arabisches Sprichwort. Video (11:36 min)

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