Landpartie - Spiekeroog

Inselurlaub: Spiekeroog und Langeoog

Freitag, 01. Mai 2015, 15:45 bis 17:15 Uhr

Wellen, Wind und weite Strände - das sind die Ostfriesischen Inseln. Die einzigartige Lage der Inselkette vor der niedersächsischen Küste macht sie zu einem beliebten Urlaubsziel. Heike Götz besucht zwei der Ostfriesischen Inseln: Spiekeroog und Langeoog. Der Urlaub beginnt bei der Überfahrt: Schon auf der Fähre weht einem der Nordseewind um die Nase.

Ideal für einen Familienurlaub

Die Ostfriesischen Inseln sind gut geeignet für einen Urlaub mit der ganzen Familie. Auf Spiekeroog und Langeoog gibt es keine Autos: Sie sind Fahrrad-Inseln. Das und der Strand, der so etwas wie eine einzige riesengroße Sandkiste ist, sorgen gerade im Sommer für entspannte Tage am Meer. Doch die Inseln haben mehr zu bieten. Spiekeroog und Langeoog haben jeweils ihren eigenen Charakter.

Hufgetrappel statt Verkehrslärm

Spiekeroog zeigt sich als Insel mit Geschichte: Im Dorf gibt es einen alten Kern mit liebevoll gestalteten Gärtchen vor den roten Klinkerhäusern. Eines der ältesten Bauwerke auf der Insel ist die Dorfkirche aus dem Jahre 1696. Ein Spaziergang durch das Dorf mutet an wie eine Zeitreise: keine Autos, nur Pferdkutschen. Hufgetrappel statt Verkehrslärm. Auf Spiekeroog mag man es gemütlich. Selbst Fahrräder sind den Insulanern im Dorf zu eilig und deswegen nicht gern gesehen.

Mit der Pferdebahn zum Strand

Entfernungen spielen keine große Rolle auf Spiekeroog. Vom Dorf durchs Wäldchen zum Strand - den Weg schaffen Urlauber auch zu Fuß. Oder sie nehmen die Linie 21. Diese Schienenbahn wird von einem stämmigen Fjordpferd gezogen. Molli schafft die Strecke in einer halben Stunde. Die Pferdebahn brachte anno dazumal Sommerfrischler bis an den Strand - den Herrenstrand. Die Damen mussten vorher aussteigen: Damen und Herren badeten damals getrennt. Heute geht es lockerer zu.

Dienstags zum Singen in die Dünen

Langeoog, das ist vor allem Natur: das Rascheln von Dünengras im Wind, der Duft von Heckenrosen und Spaziergänge - nicht nur am Strand. Immer dienstags treffen sich Einheimische und Urlauber in den Dünen zum Singen: In der Hochsaison kommen so schon mal ein paar hundert Sänger zusammen. Ein Schifferklavier gibt den Ton an und jeder kann mitmachen. Für die Ungeübten gibt es Liederhefte.

Rinder als Landschaftspfleger

Einen einzigen Landwirt gibt es noch auf der Insel. Angefangen hat er mit ein paar Highland-Rindern. Inzwischen sind es hundert Tiere. Sie weiden auf den kargen Trockenwiesen im Auftrag der Landschaftspflege und geben den ein- oder anderen Braten ab. Der landet auch in der Küche des einzigen Slow-Food-Restaurants auf Langeoog. Dort wird aus regionalen Zutaten nach den Regeln der Slow-food-Bewegung gekocht. Diese ist in Italien entstanden als Gegenbewegung zum Fastfood der einschlägigen Restaurantketten.

Insel-Spezialität: Dickmilch mit Sanddorn

Der Rohstoff für die Insel-Spezialität auf Langeoog kommt allerdings inzwischen vom Festland: Eine Meierei gibt es zwar noch, aber keine Milchkühe mehr auf Langeoog. Dagmar Falke von der alten Meierei bereitet ihre Dickmilch immer noch selbst zu. Richtig zünftig wird sie mit Sanddorn und Schwarzbrot serviert.

 

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Autor/in
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Regie
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Redaktion
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