Amerikas Naturwunder

Die Everglades

Mittwoch, 17. Februar 2016, 20:15 bis 21:00 Uhr
Donnerstag, 18. Februar 2016, 11:30 bis 12:15 Uhr

Die Everglades: die größte subtropische Wildnis der USA. Es ist ein scheinbar unendliches Marschland im Südosten des Landes. Tatsächlich sind die Everglades aber kein Sumpf, sondern ein sehr seichtes und langsam fließendes Flusssystem. Daher ist das Wasser überraschend klar und bietet einen Lebensraum für eine Vielzahl an unterschiedlichen Arten.

Tigerpythons bedrohen die Artenvielfalt

Alligatoren, der merkwürdig anmutende Waldstorch und die sogenannten Key-Weißwedelhirsche spielen eine zentrale Rolle in den dichten und undurchdringlichen Mangrovenwäldern der Florida Bay. Bedroht wird der Lebensraum allerdings von einem aggressiven Eindringling. Illegal ausgewilderte Tigerpythons vermehren sich in gewaltiger Zahl und haben einen vernichtenden Einfluss auf die Tierwelt des Nationalparks.

Naturparadies Everglades

Alligatoren in den Everglades

Der Film begleitet das Schicksal eines Alligatorweibchens, das sein Leben und die Aufzucht seines Nachwuchses in den Everglades meistert. Es hat sich sein Revier in einem sogenannten Alligatorloch inmitten einer Zypressensenke eingerichtet. Seit Generationen wird diese Oase von Alligatoren bewohnt und bietet gerade in der Trockenzeit ein Überangebot an Nahrung. Wenn die Dürre allerdings ihren Höhepunkt erreicht, ist das Weibchen gezwungen, die austrocknende Senke zu verlassen, um nach Wasser zu suchen.

In den wenigen noch verbliebenen Tümpeln sind die Fische eine leichte Beute. Daher nutzt auch der Waldstorch die Trockenzeit für die Aufzucht seiner Küken. Wenn der Regen aber früher fällt, kann das vernichtende Auswirkungen auf die Storchkolonie haben: die Fische verteilen sich, sodass die Vögel keine Nahrung mehr finden, um ihren Nachwuchs zu ernähren.

Manatis, Delfine und Haie in der Florida Bay

Ein großer Teil des Nationalparks erstreckt sich über die Florida Bay. Dieses marine Ökosystem bietet einen Lebensraum für Manatis, Delfine und Haie. Fischadler patrouillieren die Bucht aus der Luft. In den dichten Mangroven der Florida Keys lebt eine Unterart der Weißwedelhirschs, die es nur dort gibt. Es sind die kleinsten Hirsche Nordamerikas, gerade einmal so groß wie ein Schäferhund.

Redaktion
Ralf Quibeldey
Larissa Klinker
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Autor/in
Zoltán Török