Die nordreportage: Ausgesetzt und abgeschoben

Hochbetrieb im Tierheim

Montag, 01. Februar 2016, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 05. Februar 2016, 13:00 bis 13:30 Uhr

Vor der Vermittlung werden die Tierheimhunde in der Hundeschule trainiert. © NDR/Julian Ringer+Almut Faass, honorarfrei

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Jedes Jahr endet die Weihnachtszeit für viele Tiere im Tierheim. In der Auffangstation des Hamburger Tierschutzvereins Süderstraße landen im Jahr bis zu 10.000 Tiere: Hunde, Katzen, Nager, Vögel, Reptilien, aber auch Exoten und Wildtiere. Viele von ihnen verwahrlost, misshandelt, verängstigt und fast alle auf Hilfe angewiesen.

In der Auffangstation kümmert sich man um die Neuzugänge

Jeder Neuzugang im Tierheim wird sofort tierärztlich untersucht und versorgt. Tierärztin und Tierheimleiterin Katharina Woytalewicz ist eine der Ersten in der Auffangstation, die sich um die Neuzugänge kümmert. Gründe ein Tier loszuwerden gibt es viele. Doch vor allem nach Weihnachten wird deutlich, wie wenig Gedanken sich viele Menschen um das Wohlergehen ihrer tierischen Schützlinge machen. "Kinder können nicht allein die Verantwortung für ein Haustier tragen. Wenn Eltern nach den Feiertagen merken, dass Füttern, Saubermachen oder Gassigehen an ihnen hängen bleiben, werden die Tiere, die als Geschenk unterm Weihnachtsbaum gelandet sind, oft lästig," sagt die Tierärztin.

Rund um die Uhr im Einsatz für die Tiere

Die Tieraufnahme des Hamburger Tierschutzvereins ist 24 Stunden in Bereitschaft. 85 festangestellte Mitarbeiter und 120 regelmäßige ehrenamtliche Helfer betreuen die Fundtiere rund um die Uhr. Jährlich verschlingt der Tierheimbetrieb des Hamburger Tierschutzvereins mehr als 4,8 Millionen Euro. Pro Fund- und Behördentier gibt die Stadt einen Geldbetrag zur Grundversorgung dazu. Das sind etwas 1,5 - 1,8 Millionen jährlich. Der weitaus größere Teil der Finanzierung aber muss durch Spenden, Tierpatenschaften, Mitgliederbeiträge und Erbschaften aufgebracht werden.

Alle Tiere bekommen in der Süderstraße Hilfe und ein Zuhause auf Zeit

Bis zu 4.000 Einsätze im Jahr fährt allein der Rettungsdienst des Tierheims. Kein Tier hat es verdient zu leiden. Das treibt die Mitarbeiter an. Alle Tiere bekommen in der Süderstraße Hilfe und ein Zuhause auf Zeit. Viele müssen aufgepäppelt und andere an den Umgang mit Menschen gewöhnt werden. Manche werden hier zum ersten Mal in ihrem Leben artgerecht gehalten. Doch die größte Herausforderung des Tierheims ist es, die Fundtiere erfolgreich an verantwortungsvolle Halter zu vermitteln. Die Reportage begleitet die Mitarbeiter und zeigt, wie sie ihre Aufgaben meistern - mit Respekt vor jeder einzelnen Kreatur.

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Redaktion
Birgit Schanzen
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Almut Faass
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