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Die Wüstenärztin

Romanze mit Esther Schweins
20.06.2013 | 22:00 Uhr

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Expeditionen ins Tierreich: Der Sambesi - Der donnernde Fluss

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Donnerstag, 21. Februar 2013, 11:30 bis 12:15 Uhr [VPS 11:30]

Am Luange, einem Nebenfluss des Sambesi, leben so viele Nilpferde wie nirgendwo sonst. © © NDR/WDR/ORF/Schlamberger, honorarfrei Detailansicht des BildesAm Luange, einem Nebenfluss des Sambesi, leben so viele Nilpferde wie nirgendwo sonst.

Die spektakulären Viktoriafälle locken alljährlich unzählige Besucher an. Der Sambesi, der Fluss, der sie speist, ist jedoch über weite Strecken nahezu unbekannt. Noch nie zuvor ist der mächtige Strom so umfassend porträtiert worden wie in dieser zweiteiligen Naturfilmdokumentation. Der Film des vielfach ausgezeichneten Naturfilmers Michael Schlamberger folgt dem mächtigen Strom Sambesi über 2.600 Kilometer.

Der Ursprung des Sambesi liegt fast unscheinbar versteckt im Dickicht bewaldeter Hügel im Nordwesten Sambias. Auf seinem Weg Richtung Osten durchfließt er sechs afrikanische Staaten und verwandelt unzählige Male seine Form: vom schmalen Rinnsal in ein gigantisches Überschwemmungsgebiet, vom mächtigsten Wasserfall der Welt in eines der üppigsten Feuchtgebiete der Erde. Schließlich vereinigt sich sein Wasser an der Küste von Mosambik mit dem Indischen Ozean.

Mehr als 100 Meter stürzt der Sambesi über die Viktoriafälle an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe in die Tiefe. Hier erreicht das "Temperament" des Flusses seinen Höhepunkt. Im April eines jeden Jahres schießen 550 Millionen Kubikmeter Wasser in der der Minute über den Felsabriss.

Doch Mitte des letzten Jahrhunderts kamen neue Mächte ins Spiel. 1959 wurde die Kariba-Talsperre unterhalb der Viktoriafälle fertiggestellt. Durch den Rückstau ist eine riesige Seenlandschaft entstanden. Der Kariba-Stausee ist mit einer Länge von 220 Kilometern der zweitgrößte künstliche See der Welt. Vor dem Bau der Kariba-Talsperre wurden die Ebenen unterhalb des großen Damms, die Mana Pools, Jahr für Jahr vom Hochwasser überschwemmt. Heute werden Zeitpunkt und Umfang der Überflutungen von Menschenhand gesteuert, nur vier Becken des Sambesi führen immer Wasser. Diese Wasserstellen sind ein Treffpunkt für viele Tiere, darunter die seltensten Raubtiere des Schwarzen Kontinents: Afrikanische Wildhunde.

Auf seinem letzten Teil der Reise, in Mosambik, nimmt der Sambesi Kurs Richtung Südost. Bevor er auf den Indischen Ozean trifft, verästelt sich der Fluss in ein riesiges Delta aus Mangrovensümpfen mit großen und kleinen Kanälen. Der Bullenhai ist als eines von ganz wenigen Tieren in der Lage, zwischen den Welten aus Salz- und Süßwasser zu pendeln. Vor dem Bau des Kariba-Damms wanderten einige Exemplare von ihnen bis 1.000 Kilometer den Fluss Sambesi hinauf.


Mitwirkende

Autor/in: Michael Schlamberger,  Redaktion: Wolf Lengwenus,  Regie: Michael Schlamberger
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