Stand: 02.10.2017 09:01 Uhr

So machen Sie den Garten fit für den Herbst

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Im Herbst gibt es im Garten viel zu tun.

Neue Gehölze, Stauden und Blumenzwiebeln: Sie bringen Schwung in die Gartengestaltung. Dabei sollte aber bedacht werden, dass Pflanzen Individualisten sind und unterschiedliche Ansprüche haben. Welche Blumen, welches Obst oder Gemüse in Ihrem Garten gut gedeihen, hängt von der Beschaffenheit des Bodens und vom Klima ab. Da Standortbedingungen kaum veränderbar sind, sollten bei Neupflanzungen Arten und Sorten ausgewählt werden, deren Ansprüche mit den Gegebenheiten übereinstimmen. Wer zusätzlich auf robuste und widerstandsfähige Sorten setzt, wird weniger Pflegeaufwand und noch mehr Freude im Garten haben. Am besten pflanzen Gartenfreunde im Herbst. Um die Gartenarbeit in dieser Jahreszeit ging es am Sonntag in der Sendung "Zur Sache" - als Experte zu Gast war Thomas Balster.

Im Herbstgarten an Tiere denken

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Im Winter verkriechen sich Igel und andere Tiere ins Winterquartier.

Einige nützliche Gartenbewohner wie Igel, Spitzmaus, Kröte oder Marienkäfer suchen derzeit ein passendes Winterquartier. Den Tieren genügen etwas Wildnis, verwelkte Stauden, liegengelassenes Falllaub, Stein- und Reisighaufen. Geradezu lebensfeindlich hingegen sind leergeräumte und gar mit dem Laubbläser gesäuberte Gärten. Das viele Pflanzenmaterial, das derzeit anfällt, kann aber nicht nur den Tieren helfen, es ist auch die ideale Voraussetzung für eine Kompostmiete.

Kompostmiete richtig anlegen

Je feiner das Material zerkleinert wird, desto kürzer dauert die Rotte. Mit einem Häcksler können Sie nicht nur Zweige, sondern auch feste Stängel kompostgerecht zerkleinern. Einfach hartes und weiches sowie trockenes und feuchtes Material miteinander mischen. Die Mischungen werden dann Schicht um Schicht zu einer Miete geformt. Für kleinere Mengen ist ein Kompostsilo oder ein Thermokomposter empfehlenswert.

Terrassenpflanzen im Winter schützen

Die Saison für Terrassenpflanzen aus mediterranen Ländern neigt sich dem Ende zu. Sollte das Winterquartier keine optimalen Wachstumsbedingungen bieten, dann ist es für die Pflanzen am besten, wenn sie möglichst lange draußen bleiben. Weichlaubige Exoten wie Geranie, Fuchsie oder Strauchmargerite müssen vor dem ersten Nachtfrost ins Geschützte umziehen. Pflanzen mit harten Blättern wie Oleander, Olive oder Orangenbaum vertragen leichte Nachtfröste, insbesondere, wenn sie mit Vlies abgedeckt und dicht an die Hauswand gerückt werden.

Michaela Assmann und Thomas Balster im Radiostudio © NDR Fotograf: Christine Pilger

Zur Sache: Gartentipps für den Herbst

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

Der Garten im Herbst war das Thema in "Zur Sache" am 1. Oktober. Gartenexperte Thomas Balster hat Tipps verraten, was jetzt im Garten zu tun ist. Die ganze Sendung zum Nachhören.

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Fürs Überwintern gilt: Je heller der Raum, desto wärmer darf er sein. Je dunkler das Winterquartier ist, desto kälter, aber noch frostfrei, muss es sein. Unter solchen Umständen benötigen die Pflanzen sehr wenig Wasser. Sparsames Gießen einmal im Monat genügt. Gehölze wie Granatapfel oder Feige, die ihre Blätter abwerfen, können auch im Dunklen stehen.

Rasen und Stauden richtig vorbereiten

Rasen und wintergrüne Stauden wie Hornkraut, Purpurglöckchen, Gänse- und Schaumkresse brauchen auch in der kalten Jahreszeit das Tageslicht zum Überleben. Deshalb sollte das Laub häufiger gefegt werden. 

Eine kalireiche Düngung im Herbst macht zudem den Rasen für den Winter fit. Im Fachhandel werden für diesen Zweck spezielle Rasendünger angeboten. Und auch dem Gartenteich sollte man seine Aufmerksamkeit schenken, denn: Das Wasser wird faulig, wenn sich Pflanzenreste oder Fischfutter zersetzen. Deshalb sollten Fadenalgen und abgestorbene Pflanzenteile abgefischt werden. Unter zehn Grad Wassertemperatur brauchen die Fische kein Futter mehr. Ein über den Teich gespanntes Netz verhindert, dass Laub ins Wasser fällt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 01.10.2017 | 18:05 Uhr

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