Stand: 02.05.2017 09:37 Uhr

Zur Sache: Amateurfußball im Abseits

Den kleinen Fußball-Vereinen in Schleswig-Holstein fällt es immer schwerer, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Kosten steigen in fast allen Bereichen. Nur mit Mitgliedsbeiträgen können sich die Clubs kaum noch über Wasser halten. Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) will den Vereinen mit einer Strukturreform helfen, aber nicht überall wird diese Reform positiv gesehen. Kritisiert werden die langen Fahrtwege in den neu gegründeten Landesligen Nord und Süd sowie das neue Verfahren bei der Einteilung der Staffeln.

Staffeln werden neu eingeteilt

Bislang spielten in den Kreisligen und Kreisklassen die Vereine aus dem jeweiligen Kreisgebiet gegeneinander. Ab der neuen Saison werden die Staffeln nach geographischen Gesichtspunkten eingeteilt, um lange An- und Abreisen zu vermeiden. Grundsätzlich eine gute Idee, aber einige Vereine werden dadurch nicht mehr gegen die Clubs aus ihrem Kreisgebiet spielen.

Vereine kämpfen Jahr für Jahr

Strafgelder für die Vereine: ein großes Thema, vor allem, wenn es um Schiedsrichter geht. Wer nicht genügend Schiedsrichter hat, muss bezahlen und wird im Wiederholungsfall sogar mit Punktabzügen bestraft. Viele Vereine müssen Jahr für Jahr kämpfen, um die geforderte Zahl von Schiedsrichtern zu erreichen. Teilweise werden Schiedsrichter von anderen Vereinen "abgeworben", was für keine gute Stimmung sorgt.

Aufstieg ist schwer

Ein weiteres wichtiges Thema, über das Schleswig-Holsteins Fußballfans viel diskutieren, ist die Regionalliga. Die Aufstiegs-Regelung, nur der Meister kann aufsteigen, muss aber noch Relegationsspiele bestreiten, empfinden viele als unfair. Mit dem VfB Lübeck und Weiche Flensburg möchten gleich zwei Vereine aus Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren von der Regionalliga in die 3. Liga aufsteigen. Aber die Chance ist durch die derzeitige Regelung gering.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 30.04.2017 | 18:05 Uhr

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