Sendedatum: 03.03.2016 13:10 Uhr

Ohren auf am Welttag des Hörens

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Prof. Dr. Godber Sönke Godbersen, Facharzt für HNO-Heilkunde in Kiel besucht Maja Herzbach im Studio.

Ob im Straßenverkehr, im Theater oder im Gespräch - die Ohren sind ständig gefragt. Sie sorgen für Orientierung und Sicherheit im Alltag, ermöglichen den anregenden Austausch mit anderen Menschen und erlauben den Genuss von Musik und Kultur. Für die meisten ist es selbstverständlich zu hören - gut zu hören. Aber leider nicht für alle. Außerdem lässt das gute Hören nach, die Ohren werden im Alter oder durch äußere Einflüsse schlechter. Um möglichst vielen Menschen die Bedeutung guten Hörens begreiflich zu machen und dafür zu sensibilisieren auf den eigenen Hörsinn zu achten, fand am 3. März der Welttag des Hörens.

Kostenlose Hörtests in vielen Städten

Mehr als zehn Millionen Deutsche haben Probleme mit dem Hören. Aber nur ein Drittel von ihnen nutzt ein Hörgerät, um diesen Zustand zu verbessern, so der Bundesverand der Hörgeräte-Industrie auf seiner Webseite. "Wir hören heute nicht schlechter als vor 50 Jahren, aber die Sensibiltät ist eine andere. Man weiß mehr darüber, man hört mehr. Das sorgt für eine stärkere Sensibilsierung der Bevölkerung für Hörschäden", erklärt Prof. Dr. Godber Sönke Godbersen, Facharzt für HNO-Heilkunde in Kiel. Um das Bewusstsein für Hörschädigungen weiter zu stärken, bieten Ärzte und Hörgeräteakustiker am Welttag des Hörens ausgiebige Beratung und kostenlose Hörtests für Jedermann an. Auf der Internetseite zur Aktion finden Sie Informationen zu konkreten Veranstaltungen an dem Aktionstag.

Ein Mann und eine Frau halten sich die Hände zum Hören an die Ohren © NDR Fotograf: Sven Glagow

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Das Ohr ist sensibel, geben Sie darauf acht

Wummernde Bässe in der Disko, explosive Böller zu Silvester und Dauerbeschallung durch Kopfhörer sind zwar für manch Einen ein Genuss, aber eine Qual für jedes Ohr. "Eine tägliche Beschallung von 15 Minuten mit lauter Musik reicht schon für einen Hörschaden", warnt Godbersen. Aber Lärm ist nur ein Faktor, der zu Hörstörungen führen kann. Bei kleinen Kindern seien es vor allem Infekte und Allergien, die den Ohren Probleme machen. "Kinder mit Allergien neigen zu Problemen mit der Nase und den Schleimhäuten, darauf folgt oft eine Belüftungsstörung des Mittelohres und daraus entwickelt sich dann eine Hörstörung." Um dem vorzubeugen empfiehlt es sich achtsam zu sein und bei Problemen zeitnah einen Arzt aufzusuchen.

Geschädigte Körper neigen zu geschädigten Ohren

Bei Erwachsenen sind es die Raucher, die anfälliger sind für Hörschäden. Auch Diabetiker, Menschen mit Herzerkrankungen und Vitamin-Vermeider leiden laut Godbersen häufiger an verminderter Hörfähigkeit: "Wenn ein Körper vorgeschädigt ist, kriegt er eine schneller Hörstörung", sagt der Experte.

Vom Atmen bis zum Düsenjäger
LautstärkeGeräuschartLärmwirkung
10 DezibelAtmen, raschelndes Blattsehr leise
30 DezibelFlüsternsehr leise
55 Dezibelnormales Gesprächleise
65 DezibelKantinenlärmlaut
90 Dezibelvorbeifahrender Lastwagensehr laut
100 DezibelMusik über Kopfhörer, Ghettoblastersehr laut
130 DezibalAutorennen, Düsenjägerunerträglich
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 03.03.2016 | 13:10 Uhr

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