Verkehrsmeldungen aus Hamburg
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Normalerweise werden rund 50 Flaschen "Stintfang Cuvee" aus den Trauben der 100 Rebstöcke gewonnen.
In diesem Jahr gibt es keinen Wein vom Hamburger Stintfang. Fast 90 Prozent der Trauben sind am Hang oberhalb der Landungsbrücken gestohlen worden. Der Diebstahl sei erst am Dienstagabend bemerkt worden, sagte ein Sprecher der Bürgerschaft. Bürgerschaftspräsident Lutz Mohaupt und Weindorfwirt Fritz Currle wollten eigentlich am Mittwoch die ersten Trauben für den "Stintfang Cuvee" ernten. "Wir nehmen es mit Humor", sagte Mohaupt. Vielleicht habe "irgendein armer Kerl" sich anderes Obst nicht leisten können. Anzeige wolle er nicht erstatten.
Seit 1995 baut Hamburg auf dem Stintfang Wein an. Der Weinberg ist ein Geschenk von Wirten aus Baden-Württemberg, die jährlich zum "Stuttgarter Weindorf" in die Hansestadt kommen. Der "Stintfang Cuvee" wird nicht verkauft, sondern ausschließlich vom Bürgerschaftspräsidenten an besondere Persönlichkeiten verschenkt.
Erst im August waren auf dem Weinberg 25 neue Rebstöcke gepflanzt worden. Damit war die Zahl der Rebstöcke auf dem Stintfang auf insgesamt 100 angewachsen. In der vergangenen Woche sei noch alles in Ordnung gewesen, sagte der Bürgerschaftssprecher: Die Ernte 2010 sah vielversprechend aus. Die Rebstöcke waren gut bestückt, sodass die Hamburgische Bürgerschaft wie in den Jahren zuvor auf rund 50 Flaschen des begehrten "Stintfang Cuvee" hoffen konnte.
Nach dem Diebstahl blieb nur noch ein Wäschekorb voller Trauben übrig. Diese wurden der Obdachloseneinrichtung "Herz As" gespendet.