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Ver.di: "Kein Streik am Montag"

Wer vom Hamburger Flughafen aus in den Urlaub oder auf eine Geschäftsreise starten will, kann dies auch zu Wochenbeginn ohne Probleme tun: Nach dem Streik des Sicherheitspersonals am Freitag ist nicht mehr mit Behinderungen zu rechnen. Vorerst droht auch kein weiterer Arbeitskampf. Die Gewerkschaft ver.di kündigte per Pressemitteilung an, die Streiks auszusetzen und mit den Arbeitgebern über die neuen Tarife zu verhandeln.

Arbeitgeber legen "verhandlungsfähiges Angebot" vor

Der Streik am vergangenen Freitag, der den Flughafen ins Chaos gestürzt hatte, habe seine Wirkung nicht verfehlt. Von Seiten der Arbeitgeber liege mittlerweile ein verhandlungsfähiges Angebot vor. "Auf dieser Basis können wir uns wieder an den Verhandlungstisch setzen", erklärte ver.di-Sprecher Peter Bremme.

Die Gewerkschaft fordert eine Anhebung des Stundenlohns von derzeit 11,80 auf 14,50 Euro. Bisher hatten die Arbeitgeber 12,50 Euro geboten und die Lohnforderung der Sicherheitskräfte als "völlig überzogen" bezeichnet. Leider habe ver.di jedes Maß verloren, sagte Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW).

Streik am Hamburger Flughafen

Hamburg Journal - 18.01.2013 19:30 Uhr

Rund 12.000 Passagiere konnten am Freitag geplante Flüge ab Hamburg nicht antreten. Grund war ein Streik des Sicherheitspersonals.

Geschätzte 12.000 Passagiere hatten am Freitag einen geplanten Flug ab Hamburg nicht antreten können. 63 der insgesamt 176 vorgesehenen Abflüge wurden komplett abgesagt. Diese Maschinen hoben ohne Passagiere ab, um den Betrieb an den Ziel-Airports nicht in Mitleidenschaft zu ziehen. Pro Stunde konnten nur 50 bis 80 Passagiere abgefertigt werden. Zahlreiche Fluggäste reagierten verärgert.

Großer Schaden für Fluggäste und Airport

Ver.di-Sprecher Bremme äußerte "vollstes Verständnis für den Frust der Fluggäste", die ihre Flieger verpasst haben. Auch in finanzieller Hinsicht sei durch den laut Bremme mehrfach angekündigten Streik ein "irrer Schaden" entstanden. Im Verhältnis lasse dieser die Forderungen des Sicherheitspersonals lächerlich gering erscheinen. Airport-Geschäftsführer Michael Eggenschwiler sprach von einem durch die Arbeitsniederlegung verursachten Umsatzverlust im mittleren sechsstelligen Bereich.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 90,3 Aktuell | 20.01.2013 | 10:00 Uhr

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Lange Warteschlangen vor den Check-in-Schaltern am Hamburger Flughafen © dpa
 
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