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Elbvertiefung wird deutlich teurer als geplant

Segelboote überqueren die Elbe in Höhe Blankenese vor einem riesigen Containerschiff. © dpa Fotograf: Maurizio Gambarini Detailansicht des Bildes Nach jüngsten Berechnungen der Hamburger Hafenverwaltung steigen die Kosten der Elbvertiefung auf mindestens 500 Millionen Euro. Die Elbvertiefung wird offenbar deutlich teurer als bislang geplant. Nach Informationen von NDR 90,3 rechnet die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) mit mindestens 500 Millionen Euro. Bislang war von 385 Millionen die Rede.

Dem Bericht zufolge treiben höhere Öl- und Spritpreise die Kosten für die Elbvertiefung nach oben. Hinzu kommen zahlreiche Naturschutzmaßnahmen entlang der Elbe - unter anderem Ausgleichsflächen für den seltenen Schierlingswasserfenchel.

Mindestens 40 Millionen Euro Mehrkosten für Hamburg

Da die Elbvertiefung eine Bundeswasserstraße betrifft, trägt der Bund zwei Drittel der Kosten, Hamburg ein Drittel. Nach Informationen von NDR 90,3 kommen auf Hamburg nun Mehrkosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro zu. Allein zwölf Millionen davon soll Niedersachsen für Ausgleichs- und Vorsorgemaßnahmen erhalten.

Weitere Ausgleichszahlungen für Niedersachsen?

Auch wenn eine generelle Zustimmung in den kommenden Wochen erwartet wird, verweigert Hannover bislang das Grüne Licht für die Elbvertiefung und verweist auf offene Fragen zur Deichsicherheit und eine möglichen Versalzung von Obstwiesen im Alten Land. Sollten hier zusätzliche Ausgleichsmaßnahmen nötig werden, drohen weitere Kostensteigerungen im zweistelligen Millionenbereich.

Kritik an Kostenexplosion

Im Hamburg Journal des NDR Fernsehens warf Anjes Tjarks von der GAL dem Senat vor, zu täuschen, zu tricksen und zu tarnen. Trotz mehrfacher Nachfrage habe der Senat stets erklärt, Niedersachsen habe keine Forderungen gestellt. Und der Hamburger Chef des Umweltverbandes BUND, Manfred Braasch, sprach von einer Kostenexplosion. Man müssen sich nun die Frage stellen, ob sich die Elbvertiefung überhaupt noch lohne. Eine Frage, die von der HPA mit einem klaren Ja beantwortet wird. Aus Sicht der Hafenverwaltung rechnet sich die Fahrrinnenanpassung in jedem Fall - es gebe keine Alternative.

Projekt umstritten

Die Elbvertiefung ist seit Jahren umstritten. Nach den Baggerarbeiten sollen Schiffe mit einem tatsächlichen Tiefgang von 13,50 Metern die Unterelbe jederzeit befahren können. Bislang liegt der maximale Tiefgang für eine tideunabhängige Fahrt von Hamburg nach Cuxhaven bei 12,50 Metern. Umweltverbände befürchten durch eine neuerliche Elbvertiefung eine Zerstörung des Flusses. Niedersachsen wiederum bangt um die Sicherheit der Deiche. Obstbauern im Alten Land befürchten zudem eine Versalzung des Elbwassers, mit dem sie ihre Obstbäume beregnen.

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Containerschiff © picture-alliance / HB-Verlag Fotograf: Mike Schröder
 

Dossier zur Elbvertiefung

Die geplante siebte Elbvertiefung ist seit Jahren ein Zankapfel zwischen Wirtschaftsverbänden und Umweltschützern, aber auch zwischen Hamburg und Niedersachsen. NDR.de mit einem Überblick. mehr

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Ein Containerschiff fährt bei Steindeich auf der Elbe © dpa Fotograf: Angelika Warmuth
 

Zeitplan für Elbvertiefung gefährdet

Der Bund zweifelt an Start der Arbeiten noch 2012. (Meldung vom 08.02.2012) mehr


Kieler Landtag stimmt für Elbvertiefung

Grüne, SSW und Linke lehnen das Projekt ab. Die SPD fordert den parallelen NOK-Ausbau. (Meldung vom 26.01.2012) mehr


EU-Kommission sagt Ja zur Elbvertiefung

Hamburgs Wirtschaftssenator erwartet einen positiven Bescheid der EU-Kommission zur Elbvertiefung. (Meldung vom 07.12.2011) mehr

Grafik
Eine Grafik zeigt den Längsschnitt der Elbe - vor und nach der geplanten Fahrrinnen-Vertiefung © Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg
 
Bildergalerie

Nur die Fahrrinne der Elbe soll weiter vertieft werden. Wo genau, erfahren Sie hier.

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Link

Auf den Seiten des Projektbüros Fahrrinnenanpassung finden Sie ausführliche Informationen zur Elbvertiefung.

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