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Alle vier Elbtunnel-Röhren sind frei

Stau vor dem Elbtunnel in Hamburg. © dpa Fotograf: Daniel Reinhardt Detailansicht des Bildes Typisches Bild: Weil in den vergangenen Jahren stets eine Röhre gesperrt war, kam es oft zu langen Staus am "Nadelöhr des Nordens". Seit Sonnabendmittag sind alle vier Röhren des Elbtunnels in Hamburg für den Verkehr freigegeben. Zuletzt waren 2008 sämtliche Röhren zur gleichen Zeit geöffnet. Seit 2009 war der Elbtunnel Schritt für Schritt saniert worden.

"Das ist ein Gefühl wie Geburtstag und Weihnachten zusammen", sagte Andree Poggendorf, Leiter der Tunnelbetriebszentrale, anlässlich der Eröffnung zu NDR 90,3. Die Freude sei umso größer, da nun auch die regelmäßigen Staus aufgrund von Bauarbeiten blockierter Röhren ein Ende hätten: "Die Verkehrsteilnehmer haben in den letzten Jahren sehr gelitten."

Brandschutz modernisiert

Während der Sanierungsarbeiten wurden Brandschutz und Fluchtwege verbessert, Notruf-Nischen eingerichtet und neue Beleuchtungen und Lautsprechersysteme eingebaut. Eigentlich war die Freigabe aller Röhren bereits für Ende des vergangenen Jahres geplant, doch Probleme mit der neuen Anlage für die Rauch-Absaugung sorgten für eine Verzögerung. Zuletzt hatte es geheißen, am Sonntag würden alle Röhren geöffnet. Dieses gelang nun überraschend bereits einen Tag früher.

"Gut angelegt": Bund investiert 257 Millionen Euro

Bei der Vorstellung der neuen Sicherheitsvorkehrungen hatte Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) am Freitag gesagt, der Elbtunnel habe eine große Bedeutung für Hamburg. "Ich bin erleichtert, dass die volle Leistungsfähigkeit der A 7 in diesem Bereich wieder gegeben ist und gleichzeitig den Verkehrsteilnehmern die größtmögliche Sicherheit zu Teil wird." Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), ergänzte: "Der Bund hat mit 257 Millionen Euro massiv in die Sicherheit des Elbtunnels investiert. Das Geld ist gut angelegt. Brandschutz, Fluchtwege, Tunnellüftung und Entwässerung erfüllen jetzt höchste Ansprüche und das muss auch so sein."

Vierte Elbtunnelröhre ist wieder befahrbar

Hamburg Journal - 01.02.2013 19:30 Uhr

Die Bauarbeiten im Elbtunnel sorgten regelmäßig für lange Staus. Nun soll es besser laufen, die Röhren wurden modernisiert. An der A 7 steht aber schon das nächste Bauprojekt an.

Der Bund hatte 2002 ein sicherheitstechnisches Nachrüstprogramm für Straßentunnel beschlossen, nachdem es in mehreren Tunneln im Ausland schwere Unglücke mit Bränden gegeben hatte. Nach einer Asbestsanierung von 2003 bis 2007 begann die eigentliche Nachrüstung der Elbtunnel-Röhren im Januar 2009.

Auf der A 7 drohen weiterhin Behinderungen

Auf der Autobahn 7 müssen sich die Autofahrer allerdings auch in den kommenden Jahren auf dauerhafte Behinderungen einstellen. Nördlich des Elbtunnels soll ab 2014 zunächst der 65 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest und dem Bordesholmer Dreieck auf zum Teil acht Spuren verbreitert werden. Dies soll etwa vier Jahre dauern. Danach soll nach Planungen des Bundesverkehrsministeriums südlich des Elbtunnels die Strecke bis zu den Harburger Bergen erneuert werden. Ein Zeitplan für die Bauarbeiten auf der gut vier Kilometer langen Strecke steht aber noch nicht fest.

Täglich fahren laut Hamburger Verkehrsbehörde rund 130.000 Fahrzeuge durch den Elbtunnel. Die 1975 eröffnete Elbquerung ist ein Teil der A 7 und gilt als das "Nadelöhr des Nordens".

Dieses Thema im Programm:

90,3 Aktuell | 02.02.2013 | 15:00 Uhr

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Weitere Informationen
Arbeiter inspizieren eine Röhre des Elbtunnels. © dpa Fotograf: Fabian Bimmer
 

Freigabe aller Elbtunnel-Röhren verzögert sich

Die Brandschutzanlage muss nachgerüstet werden. (06.11.2012) mehr

Hintergrund
In der 1. Röhre des Elbtunnels ist wegen Bauarbeiten kein Auto zu sehen © NDR.de Fotograf: Marc-Oliver Rehrmann
 
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