Einsatzbereitschaft rund um die Uhr: Zu einem Löschzug der Feuerwehr gehören insgesamt vier Fahrzeuge: Einsatzleitwagen, Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeug sowie ein Hubwagen.
In der Einsatzleitstelle geht ein Notruf ein. "Wo ist der Brandort und was ist passiert?" fragt der Einsatzdisponent. Und: "Gibt es Verletzte?" Außerdem will die Notrufzentrale wissen, wer den Brand meldet und bittet den Anrufer eventuell, die Retter einzuweisen.
Die Feuerwehrmänner und -frauen, die gerade Dienst haben, rennen zu ihren Einsatzfahrzeugen. Es kommt auf jede Minute an.
Mit Blaulicht gehts los. Mindestens 16 Feuerwehrleute gehören zu einem kompletten Löschzug.
Die Einsatzkräfte sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. In diversen Schubfächern des Feuerwehrfahrzeuges lagert die Ausrüstung gut gesichert und stets griffbereit.
Feuerwehrleute in voller Montur: Helme schützen sie vor Glut und herabstürzenden Gebäudeteilen. Die Anzüge sind meist aus der hitzebeständigen Nomex-Kunstfaser.
Auch an die Stiefel werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen standardmäßig mindestens 40 Minuten lang bei 240 Grad Celsius ohne größere Schäden aushalten.
Bei den meisten Einsätzen verwenden die Brandbekämpfer Feuerwehrschläuche der Größe C - der Buchstabe beschreibt den Durchmesser. Weitere gebräuchliche Größen sind B (größerer Durchmesser) und D (dünnere Schläuche).
C-Schläuche haben einen Innendurchmesser von 42 oder 52 Millimeter. Die Schläuche haben meist eine Länge von 15 Metern, für weitere Strecken werden sie zusammengekuppelt. Die Druckschläuche bestehen aus Kunstfasergewebe.
Aus den Strahlrohren der C-Schläuche schießen pro Minute 100 bis 300 Liter Wasser. Über einen Zumischer kann dem Löschwasser ein Schaummittel hinzugefügt werden.
Mit Atemschutzgeräten arbeiten die Feuerwehrleute in verrauchten Bereichen.
In den Flaschen, die zu den Atemschutzgeräten gehören, befindet sich Pressluft.
Bei besonders heißen Einsätzen tragen die Feuerwehrleute Hitzeschutz-Anzüge. Sie bestehen aus äußerst wärmeresistenten Aramid-Kunstfasern, die zusätzlich mit Aluminium beschichtet sind. Die Sichtscheibe der Anzüge ist mit Gold bedampft.
Bei Unfällen mit Gefahrgut tragen die Einsatzkräfte einen Chemikalienschutzanzug. Er isoliert praktisch gegen alle Außeneinflüsse wie Strahlung, Chemikalien, Bakterien und Viren. Die Arbeit im "CSA" ist äußerst anstrengend, länger als 25 Minuten soll kein Feuerwehrmann darin eingesetzt werden.
Stecksystem: Die Handleitern der Feuerwehr lassen sich mit wenigen Handgriffen verbinden. Ein Leiterteil ist 2,70 Meter lang. Bis zu vier Teile können zusammengesteckt werden. Damit erreichen die Einsatzkräfte eine Arbeitshöhe von 7,20 Meter - und kommen bis ins 2. Obergeschoss eines Hauses.
Über eine Drehleiter mit Rettungskorb gelangen die Brandbekämpfer von außen an eine brennende Wohnung. Die Drehleitern sind meist 30 Meter lang. Schräg ausgefahren erreichen sie eine Höhe von 23 Metern - das entspricht dem 7. Obergeschoss eines Gebäudes.
Mit ihren rund 270 PS starken Motoren können die 15 Tonnen schweren Drehleiterfahrzeuge mit Tempo 90 zum Einsatzort eilen. Die "Flaggschiffe" in der Fahrzeugflotte der Feuerwehr kosten zwischen 700.000 und 1,2 Millionen Euro.
Verletzte werden mittels einer Schleifkorbtrage aus einem unzugänglichen Gebäude abgeseilt. Hier ist ein Höhenretter der Feuerwehr im Einsatz.
Aber auch die Feueraxt gehört immer noch zur Ausrüstung. Feuerwehrleute schlagen damit zum Beispiel Türen ein, wenn dahinter Flammen lodern.