Wagners "Rheingold" in der Elbphilharmonie

An zwei Abenden im Mai wird Wagners "Rheingold" das Konzerthaus an der Elbe erstrahlen lassen.

Mit zwei konzertanten Aufführungen von Wagners "Rheingold" erschaffen Thomas Hengelbrock und das NDR Elbphilharmonie Orchester gemeinsam mit international renommierten Wagner-Sängern eine weitere musikalische Sternstunde. Die orchestralen Höhenflüge Wagners in der Akustik der Elbphilharmonie - ein musikalisches Fest, nicht nur für Wagnerianer.

Fr, 26.05.2017 | 19 Uhr
Sa, 27.05.2017 | 19 Uhr
Hamburg, Elbphilharmonie, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Einführungsveranstaltungen mit Julius Heile um 18 Uhr im Großen Saal

RICHARD WAGNER
Das Rheingold (halbszenische Aufführung)

Thomas Hengelbrock Dirigent
Michael Volle Wotan
Katarina Karnéus Fricka
Johannes Martin Kränzle Alberich
Elmar Gilbertsson Mime
Daniel Behle Loge
Lothar Odinius Froh
Markus Eiche Donner
Nadine Weissmann Erda
Christof Fischesser Fasolt
Lars Woldt Fafner
Mirella Hagen Woglinde
Julia Rutigliano Wellgunde
Simone Schröder Floßhilde

Joachim Rathke Regie
Reinhard Traub Lichtdesign
Heike Mondschein Ausstattung
Peter Tilling Musikalische Assistenz

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Von Vertragsbrüchen und ihren Folgen

Ein Bauherr und die von ihm beau‚ftragte Firma feilschen um den Lohn für ein sehr ambitioniertes Bauprojekt. Nach trickreichen Verhandlungen (und einem längeren Umweg in den Abgrund) kommt es schließlich zu einer Einigung. Fürs Happy End kann das pompöse Gebäude, das mit seinen zahlreichen Vorzügen und seiner glänzenden Ausstrahlung den Anbruch eines neuen Zeitalters markieren soll, endlich vollendet und bezogen werden - wie schön!

Was wie die Zusammenfassung der Elbphilharmonie-Baugeschichte klingt, ist eigentlich der Plot von Wagners "Rheingold" - nur dass das besagte Bauwerk, die Burg "Walhall", in diesem Fall vom Göttervater Wotan nicht ganz legal erkauft‚ wird. Zudem werden die Bauunternehmer Fasolt und Fafner Opfer eines verheerenden Fluchs des machthungrigen Nibelungenfürsten Alberich ...

"Der Ring des Nibelungen" in nuce

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Mit dem "Ring des Nibelungen" schuf Richard Wagner sein wohl komplexestes Werk.

"Hand weg von meiner Partitur! Das rath’ ich Ihnen, Herr; sonst soll Sie der Teufel holen!" Glücklicherweise sind Wagner-Worte wie diese nicht an Thomas Hengelbrock gerichtet. Sie trafen vielmehr den Dirigenten Franz Wüllner, der Wagners Oper 1869 in München, auf Befehl König Ludwigs II. und gegen den Willen des Komponisten, uraufführte. Nun setzt Hengelbrock seine Serie konzertanter Opernaufführungen mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester fort. Im "Rheingold", der erklärenden Vorgeschichte zum "Ring des Nibelungen", exponierte Wagner die Grundmotive der verstrickten Handlung seiner Tetralogie ebenso wie die Leitmotive der Musik, was die Oper vergleichsweise kurzweilig, kompakt und für eine separate Aufführung prädestiniert macht. Die orchestralen Höhenflüge Wagners in der Akustik der Elbphilharmonie - ein musikalisches Fest, nicht nur für Wagnerianer.