Evgeny Kissin spielt Bartók

Erst Mitte vierzig und schon eine Legende: Pianist Evgeny Kissin kommt zum NDR Elbphilharmonie Orchester.

Darauf mussten Musikfreunde lange warten: Evgeny Kissin, die lebende Klavier-Legende, kehrte zum NDR Elbphilharmonie Orchester zurück und gab seinen Einstand im Großen Saal der Elbphilharmonie. Im Gepäck hat er eines der schwierigsten Werke der Klavierliteratur überhaupt: Béla Bartóks Zweites Klavierkonzert. Nach der Pause dirigiert Thomas Hengelbrock Gustav Mahlers frühes Meisterwerk, die beliebte Erste Sinfonie.

Sonderkonzerte
Do, 21.09.2017 | 20 Uhr
Fr, 22.09.2017 | 20 Uhr
So, 24.09.2017 | 18 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Evgeny Kissin Klavier
Thomas Hengelbrock Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

BÉLA BARTÓK
Klavierkonzert Nr. 2 G-Dur
GUSTAV MAHLER
Sinfonie Nr. 1 D-Dur ("Titan")

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Kissins Elbphilharmonie-Debüt

Für sein intuitives, gefühlvolles und höchst virtuoses Klavierspiel wird das einstige Wunderkind Evgeny Kissin rund um den Globus gefeiert. Die Auftritte des 1971 geborenen Russen in Hamburg sind rar und begehrt. Nun spielt er in der Elbphilharmonie Bartóks bei Pianisten wegen seiner technischen Tücken gefürchtetes Zweites Klavierkonzert. 1933 uraufgeführt, trifft es mit seiner neoklassischen Grundhaltung, seiner fesselnden Rhythmik und der "Gefälligkeit in seinem thematischen Material“ (Bartók) die unterschiedlichsten Geschmäcker.

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Der sinfonische Erstling des einstigen Hamburger Kapellmeisters hat im Grunde schon alles, was Mahlers Musik so unwiderstehlich macht: Die tief emotionale Ausdruckspalette reicht von "himmelhoch jauchzend" bis "zu Tode betrübt", in der Partitur treffen (Volks-)Lieder, Märsche, Ländler, Fugen und Sonaten wie selbstverständlich aufeinander, und man darf in hinreißenden Orchesterklängen vom zarten Schmelz bis zum grandios auftrumpfenden Tutti baden.