Stand: 19.07.2015 16:00 Uhr

Dennis schafft den Triathlon!

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Vorher/Nachher: Im Jahr 2005 wog Dennis noch 210 Kilo. Inzwischen hat er rund 100 Kilo verloren.

Ein Startplatz beim Triathlon? Vor ein paar Jahren hätte Dennis Müller aus Hamburg lauthals gelacht, wenn man ihm so etwas angeboten hätte. Damals wog er noch 210 Kilo - an Sport war nicht zu denken. Dann änderte Dennis radikal sein Leben. Aus dem Sportmuffel wurde ein Sportjunkie und die Teilnahme am Triathlon wurde plötzlich zu seinem Traum - und NDR 2 sorgte dafür, dass dieser in Erfüllung gehen. Im NDR 2 Vormittag hat Dennis ein sogenanntesRookie-Training gewonnen: Fünf mal hartes Training in der Woche - 12 Wochen lang. An diesem Sonntag folgte dann die Krönung: Dennis nahm am Hamburg Triathlon teil und schaffte die Olympische Distanz in beachtlichen 3 Stunden, 7 Minuten und 16 Sekunden.

Wir haben ihn auf seinem Weg begleitet:

"Ich war langsamer als eine Oma"

"Das ist genau der Tritt in den Hintern, den ich jetzt noch einmal brauche", sagte Dennis begeistert, als er vor nunmehr über 12 Wochen von seinem Gewinn erführ. Dabei hat er schon unglaublich viel geschafft. "Es war mein Cousin Christian, der mir Silvester 2005 klar gemacht hat, dass es so nicht weitergehen kann", erzählt er. "Ich hatte irgendwie schon längst vergessen, in welchem Zustand ich war."

Doch dann kam die Wende - in einer sechswöchigen Kur nahm Dennis 32 Kilo ab. Das motivierte ihn weiterzumachen. Er fing an, täglich Sport zu treiben. "Am Anfang konnte ich nur walken", erzählt er. "Dabei musste ich feststellen, dass ich einer Oma nicht hinterher kam. Da hat es dann Klick gemacht und ich habe beschlossen: So weit darf es nie wieder kommen."

Jetzt fährt Dennis Rad, geht joggen und zum Kickboxen. Und er wiegt 95 Kilo weniger. "Der Startplatz und das Training für den Triathlon ist jetzt noch einmal, eine Riesenmotivation", freute er sich nach seinem Gewinn. "Mein letztes Ziel ist, mein Gewicht von damals zu halbieren und auf 105 Kilo zu kommen. Das wären noch 10 Kilo. Vielleicht schaffe ich das jetzt."

Keine Zeit mehr für andere Hobbies

In den letzten Wochen hat Dennis dann fast täglich für den Triathlon trainiert. Laufen, schwimmen, Rad fahren - fünf Trainingseinheiten pro Woche hat er mit den anderen Rookies absolviert - und sich dann direkt für die olympische Distanz beim Triathlon angemeldet: 1,5 Kilometer durch die Alster, 40 Kilometer mit dem Fahrrad und dann noch einmal 10 Kilometer laufen. "Ich bin so nervös, ich habe seit drei Tagen kaum geschlafen", gibt Dennis noch kurz vorm Start zu.

Aber dann läuft alles super. Dennis kämpft - vor allem beim Schwimmen - und beißt sich durch. Am Ende kann sich dann auch seine Zeit sehen lassen: 3 Stunden, sieben Minuten. "Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, unter 3,5 Stunden ins Ziel zu kommen. Insofern bin ich mehr als zufrieden," strahlt Dennis. Und auch wenn der Wettkampf nun geschafft ist, hat er sich fest vorgenommen, weiterzumachen.