Sendedatum: 02.06.2011 18:05 Uhr  | Archiv

Niedersachsen zu Fuß

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Wer Niedersachsen zu Fuß erkunden will bekommt viel zu sehen.

An Feiertagen sowie an Wochenenden im Frühjahr und im Sommer sind viele Menschen in der wunderschönen Natur unterwegs. Zu Fuß oder auf dem Fahrrad, alleine oder in der Gruppe erkunden sie die nähere und fernere Umgebung, schauen sich Sehenswürdigkeiten an und erholen sich dabei.

In Niedersachsen sind zwar mehrere Tausend Menschen in Wandervereinen organisiert, die Mehrheit der Wanderer sucht sich ihre Touren aber individuell aus. In der Sendung "In der Natur" an Christi Himmelfahrt stellen wir verschiedene Wanderrouten in Niedersachsen vor, die es alle verdient haben, auch von neuen Wanderfreunden beschritten zu werden.

Die schönsten Touren in Niedersachsen

  • Eine ganz klassische Route führt durch den "Hausberg" der Menschen in der Region Hannover. Im Deister gibt es viele bestens ausgeschilderte Touren, die an mystischen Orten wie der "Alten Taufe" vorbeiführen. Vom Nordmannsturm oder dem Annaturm (höchster Punkt im Deister) hat man beste Aussichtsmöglichkeiten weit in das Calenberger Land hinein. Entlang des Kammweges liegen noch Wegesteine aus dem 17. Jahrhundert.

  • Seit Mitte Mai bietet die deutsch-niederländische Grenzregion eine neue Fahrradroute an. Die Idee ist noch ganz frisch, sie entstand mit der Einrichtung des "Grenzland-Express", einer wiederbelebten Zugverbindung zwischen Bad Bentheim und dem niederländischen Oldenzaal Ende letzten Jahres. Schon 1865 konnten Bahnreisende über schmale Gleise von hüben nach drüben rumpeln. Heute ist die Strecke zweispurig und elektrifiziert. Die "Handesweg-Route" eignet sich ideal für eine nicht zu lange Radtour.

  • Auch das Wandern entlang eines Flusses bietet immer neue Einblicke. Im Landkreis Cuxhaven gibt es eine wunderschöne Strecke, die auf dem Ostedeich von Osten nach Oberndorf und zurück führt. Dabei kann ein technisches Baudenkmal besichtigt werden, das im Norden einzigartig ist: die berühmte Ostener Schwebefähre, die von einem Schüler des Eifelturmerbauers konstruiert wurde.

  • Wer eher den Nervenkitzel mag, der sollte sich mal zu einer Karstwanderung im Weserbergland anmelden. Im Süntel und im Wesergebirge ragen an vielen Stellen steile Felswände mit schroffen Abhängen in die Höhe.

  • Etwas weitläufiger geht es im Naturpark Elbufer-Drawehn zu. In Hitzacker an der Elbe beginnt ein 120 Kilometer langer Rundwanderweg. Das ist eine enorme Strecke, die aber in sechs angenehm zu gehende Teilstücke untergliedert ist. Mit etwas Glück trifft man dort auf Ilse und Heino Ripke von den Wanderfreunden Hitzacker, die diese Region wie ihre Westentasche kennen.

  • In der Gemeinde Friedland bei Göttingen treffen sich die Bewohner einiger Dörfer in bestimmten zeitlichen Abständen zu ganz besonderen Wanderungen: Einen ganzen Tag lang sind sie unterwegs, um die Ortsgrenzen zwischen den Dörfern abzugehen. Diese "Grenzbegehungen" sind meistens ein Riesenfest mit viel Spaß, Treckern, Bratwürsten und dem einen oder anderen Schnaps.

  • Jede Menge Kultur wird auf einer Wanderung am Jadebusen vermittelt. Ausgangspunkt ist das Nordseebad Dangast, das älteste Seebad auf dem Festland an der Deutschen Nordseeküste. Ein Kunst- und Skulpturenpfad führt dort entlang am Meer.

Redaktion und Moderation: Ralf Walter

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | In der Natur | 02.06.2011 | 18:05 Uhr

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