Stand: 11.12.2015 16:31 Uhr

Wird Flughafen zum "Helmut Schmidt Airport"?

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Wird der Hamburger Flughafen bald nach dem kürzlich verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Schmidt benannt?

Die mögliche Umbenennung des Hamburger Flughafens in "Helmut Schmidt Airport" hat eine erste Hürde genommen. Der Aufsichtsrat des Flughafens ermächtigte Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler, Verhandlungen mit der Stadt über die Namensgebung aufzunehmen. Nach dem grünen Licht vom Aufsichtsrat ist jetzt die Stadt am Zug. Auch die Familie des kürzlich verstorbenen Altbundeskanzlers muss noch zustimmen.

Bürgermeister Scholz begrüßt Pläne

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) begrüßte die Pläne. Hamburg und Deutschland hätten Helmut Schmidt viel zu verdanken. Es sei daher angemessen, "ihm eine solche Würdigung zuteilwerden zu lassen." Dies entspreche auch dem Wunsch vieler Hamburger. Eine Arbeitsgruppe unter Mitwirkung der Verkehrsbehörde soll nun Vorschläge für eine würdevolle Ehrung erarbeiten. Sollten sich alle Beteiligten auf einen neuen Namen einigen, soll der Schriftzug laut Eggenschwiler möglichst schon 2016 "gut sichtbar" am Flughafen angebracht werden. Bereits unmittelbar nach dem Tod von Helmut Schmidt am 10. November hatten Politiker, Medien und Bürger die Idee favorisiert, den Flughafen nach dem Altkanzler zu benennen. Der Name "Hamburg Airport" soll parallel erhalten bleiben.

Eggensschwiler erwartet langsameres Wachstum

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Hamburgs Flughafenchef Eggenschwiler rechnet mit einer Konsolidierungsphase im kommenden Jahr.

Der Hamburger Flughafen wird nach dem Passagierrekord in diesem Jahr 2016 vermutlich langsamer wachsen. Im kommenden Jahr werde die Zahl der Flüge voraussichtlich gleich bleiben, sagte Flughafenchef am Donnerstagabend vor dem Luftfahrtpresseclub, wie NDR 90,3 berichtete.

2015 mehr als 15 Millionen Passagiere

Rund fünf Prozent mehr Passagiere werden bis Jahresende in Fuhlsbüttel abgefertigt - etwas mehr als 15 Millionen insgesamt. Und das, obwohl an insgesamt 16 Tagen gestreikt wurde und knapp 100.000 Fluggäste deshalb am Boden blieben. Im kommenden Jahr werde die Zahl der Passagiere aber nicht mehr so rasant steigen, so Eggenschwiler. "Das ist in jeder Wirtschaft so: Es gibt stärkere Wachstumsphasen, dann kommt eine Phase, wo sich das Wachstum etwas konsolidieren muss."

Weitere Verbindungen ab dem Frühjahr

Und das, obwohl die Fluggesellschaften ab dem Frühjahr ihr Angebot noch einmal deutlich ausbauen werden. "Easyjet wird nach Zürich fliegen, Germanwings wird nach Pisa fliegen, wir werden auch Bukarest neu haben - eine Hauptstadt, die uns noch fehlt im Portfolio", sagte Eggenschwiler. Ab dem Frühjahr müssen sich Passagiere für vier Jahre aber auf einige Behinderungen einstellen - dann wird nämlich das Vorfeld erneuert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.12.2015 | 10:00 Uhr