Stand: 12.02.2015 13:27 Uhr

Viktoria-Kaserne bleibt Ort für Künstler

Die Genossenschaft fux eG hat am Donnerstag die ehemalige Viktoria-Kaserne in Altona von der Stadt Hamburg gekauft. Damit sollen dort langfristig Atelier- und Arbeitsräume für Kulturschaffende erhalten bleiben. Bis voraussichtlich 2020 soll das Gebäude denkmalgerecht saniert werden, im Zuge der Baumaßnahmen werden noch mehr Atelierflächen entstehen.

Die Viktoria-Kaserne wurde für 1,85 Millionen Euro verkauft. "Die Geschichte dieses Kaufs ist eng verbunden mit der Recht-auf-Stadt-Bewegung in Hamburg. Was hier entsteht, ist ein Haus als Gegengewicht zur Kommerzialisierung des kulturellen und sozialen Lebens", sagte Sasha Essayie von der fux eG. Im Vertrag ist festgeschrieben, dass mindestens 60 Prozent der Nutzfläche 30 Jahre lang für künstlerische und kreativ-wirtschaftliche Zwecke genutzt werden muss.

Sanierungskosten von sechs Millionen Euro

Die Umgestaltung soll etwa sechs Millionen Euro kosten, dies will die fux eG hauptsächlich durch Eigenkapital und Mieteinnahmen finanzieren. Durch die Sanierung wird die Fläche auf rund 10.000 Quadratmeter erweitert. Neu hinzu kommen zudem eine Kantine sowie Produktionsstätten für kleine Betriebe. Der Senat beteiligt sich mit 400.000 Euro an der notwendigen Sanierung. Die geplanten Bauarbeiten könnten nun beginnen, sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos).

Die Künstlergruppe Frappant e.V. musste aus ihrem früheren Gebäude in Altona ausziehen, weil Ikea es gekauft hatte. Die ehemalige Viktoria-Kaserne in Altona-Nord wurde dann als Zwischennutzung angeboten. In den vergangenen Jahren hat sich das Gebäude erfolgreich zu einem Kulturort mit bezahlbaren Gewerbe- und Atelierflächen sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen entwickelt.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 12.02.2015 | 19:30 Uhr

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