Stand: 08.07.2015 15:55 Uhr

"Rad-Autobahnen" nach Hamburg?

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In Göttingen gibt es bereits breite Radschnellwege.

In der Metropolregion Hamburg gibt es neue Überlegungen, wie man mehr Pendler zum Umstieg auf das Fahrrad bewegen kann. Deshalb wird nun die Möglichkeit geprüft, breit angelegte Radschnellwege vom Umland ins Zentrum führen zu lassen, wie NDR 90,3 berichtete.

Erste mögliche Routen werden untersucht

Es sollen regelrechte "Rad-Autobahnen" sein: mehrere Meter breite Radspuren, asphaltiert - und wenn möglich ohne Hindernisse wie Ampeln oder Kreuzungen. Deshalb können Radfahrer dort mit hohem Tempo fahren. Die Metropolregion Hamburg hat nun erste Untersuchungsergebnisse vorgestellt, die zeigen, wo es diese Radschnellwege rund um Hamburg geben könnte. Verkehrsreferent Oliver Mau: "Einige Beispielkorridore, die bisher im Raum stehen, führen von Elmshorn nach Hamburg, von Ahrensburg nach Hamburg oder von Norderstedt. Aber auch im südlichen Bereich von Tostedt oder Winsen. Das sind die ersten Beispielkorridore, die wir untersuchen. Das kann aber noch auf andere Strecken ausgedehnt werden."

Schneller zu Bahnhöfen

Dabei sollen die Pendler nicht die ganze Strecke von Elmshorn oder Winsen in die Hamburger Innenstadt radeln. Vielmehr sollen ihnen die Radschnellwege helfen, schneller zum nächstgelegenen Bahnhof zu kommen. Gerade für Bewohner der ländlichen Umlandgemeinden würde sich die Erreichbarkeit ihres Arbeitsplatzes in Hamburg deutlich erhöhen, so Mau.

In Göttingen sind diese Radschnellwege bereits Realtität. Und im Ruhrgebiet sollen zehn Städte mit solchen "Rad-Autobahnen" verbunden werden. Für die Umsetzung der Pläne fehlt bislang nur das Geld.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.07.2015 | 16:00 Uhr