Stand: 17.09.2017 14:39 Uhr

Positive Effekte durch die Busbeschleunigung

Es ist eines der umstrittensten Verkehrsprojekte der Stadt: die vielen Straßen- und Kreuzungsumbauten zur Beschleunigung der Busse. Im Verkehrsausschuss verteidigte die Verkehrsbehörde das Projekt in ihrem Halbjahresbericht aber. Auf vielen Linien habe die Busbeschleunigung bereits spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste gebracht.

Busse haben Vorfahrt

An vielen Kreuzungen bekommen Busse seit einiger Zeit vor den Autos grünes Licht. Auf der Metrobuslinie 7 etwa wurden 13 Ampeln umprogrammiert und Haltestellen so umgebaut, dass sich die Busfahrer schneller wieder in den fließenden Verkehr einordnen können. Ein Beispiel: Um in der Hauptverkehrszeit von Steilshoop nach Barmbek zu kommen, braucht man nur noch 18 anstatt 22 Minuten. Das sei eine Zeitersparnis von 20 Prozent, rechnet die Verkehrsbehörde vor.

Positive Nebeneffekte

Aus dem Bericht gehen noch weitere positive Nebeneffekte der Busbeschleunigung hervor: Im Zuge der Baumaßnahmen wurden alte Radwege und Straßenbelege gleich miterneuert. Außerdem wurden viele Haltestellen behindertengerecht umgebaut, auf den Buslinien 2 und 3 etwa wurden 47 Haltestellen erneuert. Die Baumaßnahmen sind noch nicht beendet, im kommenden Jahr wird unter anderem am Borgweg, an der Holstenstraße und am Doormannsweg gebaut.

"Unverhältnismäßiger Aufwand"

Die Opposition kritisiert die Busbeschleunigung scharf. Millioneninvestionen und massenhaft Baustellen in der Stadt stünden in keinem Verhältnis zu den nur geringen Verbesserungen, meinen CDU und FDP.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.09.2017 | 12:00 Uhr

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