Stand: 24.11.2015 17:10 Uhr

Versprochene Jobs für Langzeitarbeitslose fehlen

Der rot-grüne Senat hat die im Koalitionsvertrag angekündigten 1.000 sozialversicherungspflichtigen Jobs für Langzeitarbeitslose noch nicht geschaffen. Es fehle nicht am Geld, sondern am politischen Willen, Langzeitarbeitslose zu fördern, kritisierten Vertreter eines Bündnisses aus Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Sozialverbänden und Kirchen am Dienstag bei einem gemeinsamen Auftritt.

"Das Geld ist da"

Hamburgs DGB-Chefin Katja Karger mahnte die Umsetzung des Koalitionsvertrages an. Es seien nur sechs bis zwölf Millionen Euro nötig, um den Langzeiterwerbslosen eine Chance zu geben, sagte Karger NDR 90,3. Dieses Geld sei da, rechnete Klaus Wicher, Hamburger Chef des Sozialverbandes Deutschland vor: Zwölf Millionen Euro lägen in einem Topf der Sozialbehörde bereit. Außerdem rechne Hamburg laut der November-Steuerschätzung allein in diesem Jahr mit Einnahmen in Höhe von 10,05 Milliarden Euro - das sind 473 Millionen Euro mehr als im Haushaltsplan veranschlagt. Schon ein sehr kleiner Teil davon reiche, um 1.000 Hartz-IV-Empfänger zu fördern, so Wicher.

In einer ersten Stelllungnahme bekräftigte der Sprecher Sozialbehörde NDR 90,3, dass es bei dem Ziel bleibe, diese zusätzlichen Jobs zu schaffen. Der Zeitpunkt, um mehr für Langzeitarbeitslose zu erreichen, sei jetzt genau richtig.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.11.2015 | 17:00 Uhr