Stand: 31.08.2017 13:27 Uhr

Nordbank-Chef: Gute Chancen für Privatisierung

Die HSH Nordbank hat im ersten Halbjahr ähnlich viel Geld verdient wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, dabei aber ihre Altlasten schneller als erwartet abgebaut. Er sehe eine gute Basis für eine erfolgreiche Privatisierung der Bank, sagte Vorstandschef Stefan Ermisch am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahres-Bilanz in Hamburg. Die Kernbank stehe gut da und gewinne neue Kunden.

Der Gewinn der Bank lag in den ersten sechs Monaten bei 173 Millionen Euro vor Steuern, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 171 Millionen Euro. Nach Steuern waren es 158 Millionen Euro (160 Millionen). Die Zahlen seien gut, sagte Ermisch. Er betonte, dass der Konzern weiter die faulen Schiffskredite abbaue und dabei über Plan liege.

"Interessantes Paket für Bieter"

Bis Ende Februar muss die Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein privatisiert werden, sonst wird sie abgewickelt. Und für diese Verkaufsverhandlungen sei man gut gerüstet, meinte Ermisch: "Jetzt reden wir darüber, dass wir alle Meilensteine geschafft haben, dass wir eine harte Sanierung hinter uns haben und das wir eine feste Größe im Wettbewerb sind." Er glaube, dass inzwischen ein Pakte geschnürt sei, das für mögliche Bieter viel interessanter sei, als man es noch vor kurzer Zeit vermutet habe.

Die entscheidende Frage für den anstehenden Verkaufsprozess dürfte sein: Ist der gesunde Teil der HSH Nordbank so viel wert, dass er unter dem Strich die Verluste der Abbaubank ausgleichen kann? Ja, davon gehe er aus, sagte Ermisch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 31.08.2017 | 13:00 Uhr

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