Stand: 13.02.2017 15:03 Uhr

Neuer Rettungseinsatz am Hamburger Flughafen

Nach dem Großeinsatz der Rettungskräfte am Hamburger Flughafen am Sonntag wegen eines Reizgas-Austritts sind am Montag neue Probleme aufgetreten: 14 Mitarbeiter des Airports klagten am Vormittag über Atemwegsprobleme und Übelkeit. Sie meldeten sich krank, wie NDR 90,3 berichtete. Daraufhin löste die Feuerwehr erneut einen größeren Alarm aus. Nach einer ärztlichen Untersuchung musste ein Mitarbeiter in ein Krankenhaus.

Wartende Fluggäste im Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens.

Erneut Reizgasalarm am Hamburger Flughafen

Hamburg Journal -

Erneut musste die Feuerwehr am Hamburger Flughafen anrücken. Mitarbeitet hatten über Atemwegsprobleme und Übelkeit geklagt. Feuwehr und Polizei stehen vor einem Rätsel.

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Flugverkehr wieder planmäßig

Das Gebäude musste nicht evakuiert werden. Vorübergehend kam es vor der Sicherheitsschleuse zu Beeinträchtigungen und Wartezeiten. Der Flughafenbetrieb laufe aber wieder planmäßig, sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder am Mittag. Alle Flüge konnten pünktlich starten und landen.

Die Ursache für die Symptome der Beschäftigten ist nach Angaben eines Feuerwehrsprechers unklar. Es seien keine Spuren eines Gases mehr gefunden worden. Möglicherweise hängt der aktuelle Vorfall aber mit dem Fund einer Reizgaskartusche zusammen, die am Wochenende Alarm ausgelöst hatte.

Großeinsatz am Sonntag

Am Sonntag war der Flughafen für rund eineinhalb Stunden gesperrt worden, nachdem Menschen über Atemwegsreizungen geklagt hatten. 74 Menschen waren leicht verletzt worden und 10 von ihnen kamen laut aktuellen Polizeiangaben in Krankenhäuser. Von der vorübergehenden Sperrung des Flughafens waren insgesamt 13 Flüge beeinträchtigt. Hunderte Reisende mussten bei winterlichen Temperaturen im Freien ausharren.

Zwei Rettungseinsätze am Hamburger Flughafen

Videoaufnahmen liefern keinen Hinweis auf Absicht

Nach den ersten Ermittlungen gibt es aber keinen Hinweis auf ein vorsätzliches Handeln, sagte Polizeisprecher Timo Zill am Montag. Bei der Sichtung der Videoaufzeichnungen im Sicherheitsbereich sei niemand entdeckt worden, der absichtlich Pfefferspray versprüht hat. In einer Kiste für gefährliche Gegenstände wurde jedoch eine leere Reizgas-Kartusche gefunden, die noch leicht feucht gewesen war, so Zill. Die Kripo geht jetzt davon aus, dass sich die Kartusche von selbst entleert hat. Die Gase seien dann von der Klimanlage angesogen und verteilt worden. Reste davon, so die Vermutung, könnten am Montag für den erneuten Alarm gesorgt haben.

Weitere Informationen

Vermutlich Reizgas am Flughafen versprüht

Der Hamburger Flughafen wurde am Sonntagmittag für knapp eine Stunde geschlossen. Fluggäste hatten über gereizte Atemwege geklagt. Es wurde eine Reizgas-Kartusche gefunden. (12.02.2017) mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.02.2017 | 13:00 Uhr

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