Stand: 04.10.2017 19:12 Uhr

Messerangriff in Klinik - Polizei erschießt Mann

In der psychiatrischen Abteilung des Bethesda-Krankenhauses in Hamburg-Bergedorf haben Polizisten am Mittwoch auf einen Patienten geschossen, der sie mit einem Messer attackiert hatte. Der 45-Jährige erlag am Abend seinen Verletzungen.

Zwei Polizisten zogen ihre Waffen

Nach Informationen von NDR 90,3 hatte sich der Patient am Mittag auf dem Weg zu einem Patientengespräch in einer Küche mit mehreren Messern bewaffnet. Das Personal alarmierte die Polizei. Die Beamten versuchten, den Mann mit Schutzschilden und Pfefferspray zu überwältigen. Dem Patienten gelang es trotzdem, auf einen Polizisten einzustechen. Der Beamte erlitt dabei leichte Verletzungen. Als der 45-Jährige sich weiter gegen seine Festnahme wehrte und erneut die Polizisten angriff, gaben ein 36 Jahre alter Beamter und sein 28 Jahre alter Kollege Schüsse ab, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Mann wurde in den Oberkörper getroffen und notoperiert.

Die Kriminalpolizei versucht jetzt, den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Gegen die Polizeibeamten, die geschossen hatten, wurde vom Dezernat Interne Ermittlungen ein Verfahren eingeleitet. Das sei beim Gebrauch der Dienstwaffe üblich, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Polizei geht von einer Notwehrsituation aus.

Erst am Vormittag eingewiesen

Der 45 Jahre alte Patient war erst am Vormittag in die geschlossene Psychatrieabteilung des Krankenhaus eingeliefert worden - offenbar auf eigene Veranlassung. Ärzte untersuchten ihn und hielten eine Einweisung zur stationären Behandlung für erforderlich. Ein Richter habe dem zugestimmt, so die Polizei. Als dem Patienten der Beschluss mitgeteilt wurde, eskalierte die Situation.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.10.2017 | 18:00 Uhr

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