Stand: 25.02.2016 09:17 Uhr

Leinemann-Sänger und Cruise-Days-Erfinder tot

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Bis 1982 trat Leinemann in die ZDF-Hitparade auf. Ihr Sänger Karl-Heinz Blumenberg (rechts) erfand später die Cruise Days.

Der Hamburger Musiker und Medienberater Karl-Heinz Blumenberg ist tot, wie NDR 90,3 am Mittwoch berichtete. Er wurde 68 Jahre alt. Karl-Heinz "Carlo" Blumenberg gilt als Erfinder der Cruise Days und war vorher viele Jahre Sänger der Band Leinemann. Deren größter Erfolg war 1985 das Lied "Mein Tuut Tuut". Ebenfalls sehr beliebt war "Volldampf-Radio" von 1980.

Mit "Leinemann" zweimal beim ESC-Vorentscheid

In den 1970er-Jahren tourte die Band durch den Norden. 1973 zusammen mit Henning Venske, dem Moderator der NDR Musiksendung "Studio B." Ihr Stammlokal aber war das "Onkel Pö" am Eppendorfer Weg. Zwei Mal trat die Gruppe beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, damals noch Grand Prix Eurovision, an. Im Jahr 1981 landete Leinemann mit "Das Ungeheuer von Loch Ness" auf Platz fünf, 1983 reichte es mit "Ich reiß' alle Mauern ein" nur für Platz sieben. 1993 löste sich die Band dann auf und ihre Mitglieder machten als Kaufleute, Architekten, Veranstalter oder Unternehmer weiter.

Der Diplom-Politologe Blumenberg arbeitete als Journalist unter anderem für den "Stern" und die "Hörzu". Zuletzt moderierte er auch bei dem lokalen Fernsehsender Hamburg 1. 2003 war er der Kommunikationschef für Hamburgs Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012.

Von Anfang an: Blue Port bei den Cruise Days

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Der Hafen ist während der Cruise Days traditionell in blau getaucht, auch bei der Auslaufparade im vergangenen Jahr.

2008 rief Blumenberg als Medienberater der Hamburg Marketing GmbH die Cruise Days ins Leben. Mit dem maritimen Spektakel wollte er der Stadt und der Reisebranche neue Impulse geben. Mit Erfolg: Seitdem präsentieren alle zwei Jahre (einzige Ausnahme bisher das Jahr 2015) zahlreiche Reedereien und Kreuzfahrt-Veranstalter ihre Schiffe und Reisekonzepte im Hamburger Hafen. Mit dabei von Anfang an: die Lichtshow "Blue Port" des Künstlers Michael Batz, die - so sagte Blumenberg einmal - zu "einmalig schönen Bildern" von Hafen und Industrieanlagen führt.