Stand: 08.01.2016 11:46 Uhr

Koordinatorin: Mehr Platz für Radfahrer

Bild vergrößern
Kirsten Pfaue will das Radfahren in Hamburg attraktiver machen.

Hamburgs neue Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue ist am Freitag seit 100 Tagen im Amt. Aus diesem Anlass zog sie in einem Gespräch mit NDR 90,3 Bilanz und nannte auch ihre Pläne für den künftigen Ausbau des Radverkehrs in der Stadt: Sie will, dass Fahrradfahrer dort, wo es möglich ist, auf der Straße fahren und nicht mehr auf dem Bürgersteig. "Für die Autofahrer wird das heißen, dass der öffentliche Raum für andere Verkehrsgruppen geöffnet werden muss", sagte Pfaue. "Da wird es zu Reduzierungen kommen wie eben gerade in der Bebelallee."

Auch am Steindamm und in der Lohmühlenstraße in St. Georg soll es noch in diesem Jahr solche Radfahrstreifen auf der Straße geben, genauso wie in der Straßburger-, der Krause- und der Nordschleswiger Straße in Barmbek und in Dulsberg. "Tatsächlich wird man dort als Fahrradfahrer viel besser gesehen und kann sicherer und zügiger fahren", sagte Pfaue. Man müsse keine Schlangenlinien mehr um Fußgänger und Gastronomie machen. "Das ist deutlich angenehmer."

Stadtrad-Ausbau auch in Bergedorf

Noch bis zum Frühling wird es außerdem 33 neue Stadtrad-Stationen in Hamburg geben. Darunter erstmals auch in Bergedorf. Wo genau, wird zurzeit untersucht. Außerdem sollen nach und nach alle Ampeln, an denen Radfahrer nur per Knopfdruck Grün bekommen, durch automatische Ampeln abgelöst werden.

Pfaue hat ihr Amt am 1. Oktober 2015 angetreten und soll die Entwicklung Hamburgs zur Fahrradstadt voranbringen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.01.2016 | 11:00 Uhr