Stand: 22.05.2017 16:28 Uhr

Ist Hamburgs Reinhalteplan eine Luftnummer?

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Alte Zahlen für Hamburgs Luftreinhalteplan? Die CDU moniert Regierungspläne von SPD und Grünen zur Reduzierung der Schadstoffbelastung.

Der Anfang Mai vorgestellte Luftreinhalteplan für Hamburg erntet weiter Kritik von der Opposition: Demnach hat die Umweltbehörde bei ihren Berechnungen zu niedrige Schadstoffwerte für Diesel-Fahrzeuge der Euro-Norm 4 und 5 benutzt. Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Stephan Gamm, warf der Behörde vor, handwerklich mangelhaft gearbeitet zu haben. Die Umweltbehörde hätte damit rechnen müssen, dass auch ältere Dieselmotoren auf der Straße mehr giftige Abgase ausstoßen als auf dem Prüfstand. Auch Vertreter der Linken und AfD forderten eine Neuberechnung für einen aktualisierten Plan.

Neuere Zahlen im Plan nicht berücksichtigt

Hintergrund der Kritik sind Informationen des Umweltbundesamtes. Dies hatte Ende April neue Zahlen zur Schadstoffbelastung durch Diesel-Fahrzeuge herausgegeben. Danach haben nicht nur Diesel der neuesten Generation, sondern auch Fahrzeuge der Euro-Norm 4 und 5 einen höheren Stickoxidausstoß als bislang bekannt. Diese Zahlen waren in dem Luftreinhalteplan für Hamburg nicht berücksichtigt worden, so die Kritik.

Umweltbehörde verweist auf Sicherheitspuffer bei Berechnungen

Die Umweltbehörde wies die Kritik auf Nachfrage von NDR 90,3 zurück. Man halte an dem vorgestellten Maßnahmenkatalog fest, hieß es. Bei ihrer Berechnung hätten die Gutachter mit Sicherheitspuffern und sehr konservativen Annahmen gearbeitet. Der Plan sieht unter anderem Durchfahrtsverbote für Diesel an der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße vor.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.05.2017 | 00:28 Uhr

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