Stand: 19.08.2017 16:15 Uhr

Holsten-Brauerei muss für Biotop zahlen

In Harburg-Hausbruch hat sich auf dem Gelände für den Neubau der Holsten-Brauerei ein echtes Natur-Paradies entwickelt. Wo früher Industriegebiet war, blühen jetzt wilde Blumen und flattern bunte Schmetterlinge. Dieser sogenannte wilde Trockenrasen zählt zu den sehr seltenen Pflanzen und deswegen darf dort nicht einfach so gebaut werden. Ein Hindernis für den geplanten Umzug der Holsten-Brauerei der Carlsberg-Gruppe von Altona nach Hausbruch. Aber jetzt haben sich die Hamburger Umweltbehörde und die Holstein-Brauerei auf Ausgleichszahlungen geeinigt.

Sogenannter wilder Trockenrasen im Industriegebiet in Hausbruch.

Holsten-Brauerei muss für Biotop zahlen

Hamburg Journal -

Im Herbst beginnt die Holsten-Brauerei mit dem Neubau ihrer Räumlichkeiten in einem Industriegebiet in Harburg. Auch die letzte ökologische Hürde ist jetzt aus dem Weg geräumt.

3,7 bei 10 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Pflanzen werden umgesiedelt

"Wir haben eine sinnvolle Lösung gefunden", sagt Björn Marzahn von der Hamburger Umweltbehörde. "Das Biotop wird in gleicher Größe und Qualität ausgeglichen werden. Manches an anderer Stelle, manches aber auch direkt vor Ort." Die seltenen Pflanzen müssen also umgesiedelt werden und bekommen ihren neuen Lebensraum entweder in Harburg – oder in anderen Bezirken.

Die Umweltbehörde plant diese Umsiedlung, muss aber nicht dafür zahlen. "Die Ausgleichszahlung leistet immer der Vorhabenträger, in diesem Fall die Carlsberg-Brauerei", sagt Marzhan. "Über die Höhe kann ich nichts sagen. Aber sie ist so auskömmlich, dass wir eine gleiche Fläche in gleicher Qualität wieder herrichten können." Die Holsten-Brauerei sei über diese Ausgleichszahlungen früh genug informiert worden und könne deshalb den Auflagen der Umweltbehörde problemlos nachkommen.

Umzug für 2019 geplant

Der Neubau für die Holsten-Brauerei soll nun planmäßig im Oktober beginnen. Der Umzug auf das insgesamt etwa 60.000 Quadratmeter große Areal ist für 2019 geplant.

Karte: Alter und neuer Standort der Holsten-Brauerei
Weitere Informationen

Holsten zieht erst später nach Hausbruch

Der Umzug der Hamburger Holsten-Brauerei nach Hausbruch verschiebt sich auf 2019. Dadurch kann auch der Bau von 1.500 Wohnungen auf dem Gelände in Altona erst später beginnen. (25.01.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 19.08.2017 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:36

Hamburg pusht Start-up-Unternehmen

15.12.2017 19:30 Uhr
Hamburg Journal
03:02

Flüchtlinge am Wohnungsmarkt oft diskriminiert

15.12.2017 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:19

Elektrotransporter aus China

15.12.2017 19:30 Uhr
Hamburg Journal