Stand: 14.03.2016 20:27 Uhr

Hoffnung für Stuttgarter Weindorf?

Nach dem plötzlichen Aus für das diesjährige Stuttgarter Weindorf auf dem Hamburger Rathausmarkt gibt es jetzt womöglich Hoffnung für 2017. Das Bezirksamt Mitte und die Veranstalter haben Gesprächsbereitschaft signalisiert.

"Es bringt nichts, die beleidigte Leberwurst zu spielen - wir haben Redebedarf", sagte Pro Stuttgart-Geschäftsführer Axel Grau am Montagabend. Ende Februar hatte Pro Stuttgart überraschend das Ende der 30 Jahre alten Traditionsveranstaltung verkündet. Denn statt wie bisher 46.000 Euro verlangte die Hansestadt nun rund 125.000 Euro Platzmiete. "Das kann man nicht einfach mit Schupfnudeln, Kässpätzle, Maultaschen und einem Viertelliter Wein bewerkstelligen", sagte WAGS Hamburg Events-Geschäftsführer Wilfried Thal.

Gleiche Gebührenordnung für alle

Damit löste das Hamburger Bezirksamt eine 1988 vereinbarte städtepartnerschaftliche Sonderregelung, nach der die Premiumfläche zum Teil kostenfrei genutzt werden durfte. Diese Regelung hatte der Hamburger Rechnungshof bemängelt. "Die Behörde kann nicht willkürlich die Gebühren festlegen", sagte Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) dem Hamburg Journal. Die Gebührenordnung gebe vor, wie viel Geld für welchen Platz bezahlt werden müsse.

Fester Weindorf-Termin über Pfingsten?

"Wir wollen uns für die Veranstaltung einsetzen und auf den neuen Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) zugehen", sagte Grau. Er schlug für die Zukunft einen fixen Weindorf-Termin über Pfingsten vor. Zudem solle noch geklärt werden, welche Fläche wie genutzt werde. "Nicht das ganze Weindorf ist Gastrofläche", sagte Grau. Da gebe es noch andere, günstigere Bemessungsgrößen. Das Bezirksamt Mitte begrüßte die Kompromissbereitschaft der Stuttgarter. "Das Weindorf ist sehr beliebt, es ist sicher sinnvoll miteinander zu sprechen", sagte eine Sprecherin.

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