Stand: 06.09.2017 14:00 Uhr

Handelskammer für rasche Elbvertiefung

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Die Handelskammer hat Forderungen der Hamburger Wirtschaft vor der Bundestagswahl präsentiert.

Hamburgs Wirtschaft erwartet von der neuen Bundesregierung eine rasche Umsetzung der Elbvertiefung. Das habe "höchste Priorität", sagte Handelskammerpräses Tobias Bergmann am Mittwoch bei der Präsentation eines Forderungskatalogs. Gleichzeitig mahnte er rund zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl eine rasche Umsetzung der geplanten Autobahnprojekte A20, A21 und A26 Ost - der sogenannten Hafenquerspange - an.

Handelskammer: Fahrverbote können nur letzte Möglichkeit sein

Im Bereich Umwelt und Energie stünden für Hamburgs Unternehmen bessere Rahmenbedingungen für alternative Antriebe an erster Stelle, sagte Vize-Hauptgeschäftsführer Ulrich Brehmer. Dazu zählten etwa deutlich mehr Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Die Handelskammer lehnt örtlich begrenzte Fahrverbote in der Hansestadt nicht grundsätzlich ab. So etwas könne aber immer nur die letzte Möglichkeit sein. Brehmer: "Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, sind das Maßnahmen, die möglicherweise sinnvoll sind. Wir wissen aber nicht ob sie sinnvoll sind." Dies müsse untersucht werden. Schließlich würden die Lkw durch Fahrverbote auf bestimmten Straßen nicht verschwinden, sondern andere Straßen nutzen, so Brehmer.

Einheitliche Bildungsstandards gefordert

Die Handelskammer fordert außerdem bundesweit einheitliche Bildungsstandards. "Schulpolitik von heute ist die Wirtschaftspolitik von morgen", sagte Vizepräses André Mücke. Auch die Themen Weiterbildung und Digitalisierung in allen Bildungsbereichen stünden für die Hamburger Wirtschaft ganz oben auf der Agenda.

Bereitschaft zur Integration von Flüchtlingen

"Wir brauchen Experten und Fachkräfte aus der ganzen Welt", sagte Bergmann. Dazu müsse Hamburg unbedingt offen bleiben für Migranten. Auch bei Flüchtlingen habe die Wirtschaft eine hohe Bereitschaft zur Integration, auch wenn es lange dauere und hohe Investitionen nötig seien. "Wir wollen da weiter mithelfen." Voraussetzung sei aber auch ein Engagement der öffentlichen Hand etwa bei Sprachkursen oder der Anerkennung von Abschlüssen.

Anders als bei früheren Bundestagswahlen wurden den Angaben zufolge bei der Entwicklung des Forderungskatalogs die Mitgliedsunternehmen über eine Umfrage einbezogen. Insgesamt seien 10.000 der rund 160.000 Firmen befragt worden. Geantwortet hätten 650 Unternehmen, was als repräsentativ gelte, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.09.2017 | 14:00 Uhr

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