Stand: 08.12.2015 19:33 Uhr

Hamburger Kleiderkammer liefert ins Ausland

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Die Lkw für den Transport werden bereits gepackt.

Die Hamburger Kleiderkammer in den Messehallen wird einen Teil der Spenden auch Flüchtlingen außerhalb Deutschlands zukommen lassen. So werden derzeit 20 Lkw voller Hilfsgüter, die hier nicht gebraucht werden, beladen und anschließend in andere Länder geschickt. Die privat organisierte Helfergruppe arbeitet dabei mit den Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und der niederländischen Hilfsorganisation HRIF zusammen.

Hilfe für syrische Flüchtlinge im Nordirak

Auf der Facebook-Seite der Messehallen schreibt Mitorganisator Christian Schad dazu: "Leider können nicht alle Sachspenden, die die Kleiderkammer erreichen einem sinnvollen Verwendungszweck in und um Hamburg zugeführt werden. Das liegt zum Beispiel an den gespendeten Größen oder auch an der Art der Bekleidung (zu viel Frauen und Kinderbekleidung)."

Die Transporte sollen demnach in die Ukraine, nach Lettland, Litauen, Polen und in den Nordirak gebracht werden. Über Italien und die Türkei fahren die ersten Lkw bis nach Erbil in den Nordirak. Dort sollen die Hilfsgüter an Menschen aus Syrien verteilt werden, die vor der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) geflohen sind. Derweil sucht die Kleiderkammer nach einer neuen Halle. Denn nach zwei Umzügen muss die Sammelstelle am 15. Dezember endgültig aus den Hamburger Messehallen ausziehen. Bisher hat die Kleiderkammer die Spenden an Orte in Norddeutschland verteilt.